Freitag, 15. Dezember 2017

Die Katholische Kirche zu Tode reformieren!

"Christ in der Gegenwart Aktuell" beglückt nun die Katholische Kirche mit "Reformthesen" (44/2017), die in der Tradition von Augustin und Martin Luther ständen! "Auch wir haben Vorschläge für das Glaubensleben, damit die christliche Botschaft die Menschen in einem modernen Lebenshorizont erreicht.", posaunt die Redaktion von "Christ in der Gegenwart". Bedauerlicherweise versäumt die Redaktion uns mitzuteilen, der wievielte Aufguß des schon in die Jahre gekommenden "Modernismus" uns hier nun zugemutet wird.Aber warum sollte man nicht die Probleme des 21. Jahrhundertes mit dem Instrumentarium des 19. Jahrhundertes bearbeiten, zumal der
Modernismus ob seiner Verurteilung durch die Kirche für jeden antikatholisch Gesonnenen schon allein deshalb etwas Verheißungsvolles ist. 
Geradezu vor kreativer Orginalität trotzt dann auch das Reformpaket.Da lesen wir- ganz erstaunt-die Forderung der Einführung des Frauenpriestertumes ("Zugang für Frauen zu allen kirchlichen Ämtern") und die Forderung nach der Demokratisierung der Kirche. Mit den Tatsachen nimmt man es dabei nicht so genau: "Der Wettstreit der Meinungen und echte Wahlen mit anschießender Handauflegung des Beauftragten gehören von Anfang an dem Leben der Urgemeinde." (These 6: Die Kirche muß sich demokratisieren). Unbestreitbar ist, daß das Urchristetum keine demokratische Wahlen kannte, denn Jesus Christus setzte selbst autokratisch die 12 Apostel ein und Petrus in das Petrusamt und die Apostel setzten dann in den von ihnen gegründeten Gemeinden Älteste, also Priester als Gemeindeleiter ein. Nirgends ist da von einer demokratischen Wahl die Rede
und sie widerspräche auch fundamental der Praxis Jesu! 
Aber die Forderung nach der Demokratisierung der Kirche soll ja eben die monarchische Herrschaft Jesu Christi über seine Kirche beenden und stattdessen die Herrschaft der Stimmzettelmehrheit einläuten. Es wundert dann auch nicht, daß man begeistert das von einer Reformierten Synode im 16. Jahrhundert entwickelte Prinzip der Subsidarität auf die Katholische Kirche anwenden möchten. Die Reformierten hatten dies Prinzip in  antikatholischer Intention kreiert, um salopp geredet, eine basisdemokratische Kirche der hierarchischen Kattholischen Kirche entgegenzusetzen. Jetzt greift man gar aufs 16. Jahrhundert zurück, um sich fitt zu machen fürs 21.!
These 1 enthält nichts Originelles, daß eben die Sprache modernisiert werden müßte. Darüber könnte man hinweglesen, aber diese 1. These ist nun doch nicht ohne!
A) Modernisten ist und bleibt das Wesen der Liturgie immer eine terra incognita. Eigentlich ist der Reformierte Gottesdienst doch der beste, weil er ohne Liturgie ist und von seinem Wesen her eine reine Belehrungsveranstaltung, die man aber heutzutage dem Zeitgeschmack gemäß als  "unterhaltsame Informationsveranstaltung" zu modulieren hat.  Zum Liturgischen gehört nämlich wesentlich eine liturgische Sprache: So wie der Pfarrer nicht in Alltagskleidern sondern im Priestergewand die Messe zelebriert, so verlangt der Gottesdienst eine Nicht-Alltagssprache. Heilige Handlungen verlangen nach einer demgemäßen Sprache. Nur, wenn der Gottesdienst primär eine Gemeindeveranstaltung zur Belehrung der Gläubigen ist, dann muß die liturgische Sprache durch eine pädagogisch reflektierte ersetzt werden: "Wie sage ich es dem Kinde?", wird dann zu der Hauptfrage dieser Gemeindeveranstaltung. Die Entmündigung der Gemeinde gehört selbstverständlich dann dazu, indem das Was zu sagen ist? auf: Was kann man ihnen zumuten, was können sie noch verstehen?  reduziert wird. Messen, in denen außer der Schriftlesung und der Predigt alles in Latein zelebriert wird, und die sehr gut besucht sind, dürfte es dann nicht mehr geben, stattdessen Familiengottesdienste zu Hauf mit ihrer obligatorischen Tendenz zum Infantilismus: "Liebe Kinder...." 
B) Das von der Sprache Gemeinte und die Sprache liegen in der Regel nicht soweit auseinander, daß das Gemeinte durch eine andere Sprache auch genauso ausgesagt wird. In der Regel fordert man eine moderne Sprache, um mißliebige Inhalte zu liquidieren. Das Ziel: daß nur noch gesagt wird, was die Hörer hören wollen. 
These 2 "Die Kirche muss verdeutlichen, dass die Bibel Gotteswort in Menschenwort ist", greift nun die Autorität der hl.Schrift an. Einfach gesagt: Nur die Aussagen der Bibel können als wahr gelten, die dem modernen Weltbild kompatibel sind. Inkompatible Aussagen sind hinwegzuexegetisieren. "Der Glaube kann in der Moderne nur bestehen, wenn er den Früchten der Aufklärung Rechnung trägt."Die antikatholische Intention ist unüberlesbar: Nicht die Tradition und das Lehramt bestimmen die Auslegung der hl. Schrift, sondern omniöse Früchte der Aufklärung! (Nebenbei: Ist nicht der Radicalaufklärer Marquise de Sade die schönste Frucht der Aufklärung?) 
Aber die Redaktion läßt uns nicht im Unklaren, was sie eliminieren will:  "Magische Elemente wie die Vorstellung der Bibel als buchstabengetreues Wort Gottes- ebenso wie Reliquenkult und Wahnvorstellungen visionärer Escheinungen- sind aufzugeben."  Die Vorstellung der Buchstabengetreuheit der Bibel ist im fundamentalistischen Protestantismus beheimatet, aber auch die Katholische Kirche lehrt, daß die Bibel das getreue Zeugnis der Offenbarung Gottes ist und so die höchste Autorität für den Glauben der Kirche ist.  Mit dem Popanz der Buchstabengetreuheit soll so nur die Autorität der Bibel untergraben werden. Die nächsten Beispiele beweisen das:"Visionäre Erscheinungen", Berichte davon gibt es in der Bibel so viele, daß man sie hier nicht aufzählen kann. Es sei nur an die Johannes Offenbarung erinnert. Sprach einst Gott zu Menschen in visionären Erscheinungen, dann spricht nichts dagegen, daß er auch heute noch so zu Menschen spricht. Man denke nur an die heilig gesprochene Faustyna. Hier wird Gott einfach zu einem toten Gott gemacht, der nie zu Menschen sprach und spricht. Warum? Damit der Mensch als Solounterhalter umso mehr reden kann! 
Daß der zur Katholischen Frömmigkeit konstitutiv dazugehörige Reliquienkult Modernisten nicht gefällt, wundert niemanden. Sie hätten aber nicht verschweigen sollen, daß Jesus Christus selbst den Reliquienkult gründete, indem er zu der blutflüssigen Frau, die geheilt wurde, als sie sein Gewand berührte, sagte: "Dein Glaube hat dich gerettet!" Ihr Glaube: Wenn ich sein Gewand berühre, werde ich geheilt." Konstiutiv ist diese Frömmigkeit, weil nach Johann Adam Möhler  ein Grundprinzip des Katholizismus das inkarnatorische ist, daß Gott das Heil durch Kreatürliches wirkt. Das ist das Fundament der katholischen Sakramentenlehre und wird gerne von Feinden der Kirche als magisch diffamiert.
These 3: "Wir brauchen mehr Gott und weniger Kirche" bietet dann eine Polemik gegen den großen Kirchenlehrer Cyprian: Wer die Kirche nicht zur Mutter hat, kann Gott nicht zum Vater haben" und: "Außerhalb der Kirche kein Heil!" Aber man verzichtet wohlweislich auf eine argumentative Auseinandersetzung mit diesem Kirchenvater. Die antikatholische Ausrichtung ist so aber unverkennbar! 
Über These 4 ein neuer Sinn für Liturgie und ein Aufruf zu mehr Politisierung in der Kirche braucht man nichts zu sagen, außer daß diese Melange aus Versatzstücken aus der befreiungsttheologischen Suppenküche und der Apotheose der Demokratie etwas enervierend wirkt. 
Wenn man noch Zweifel an der antikatholischen Intention hegen sollte, These 7 und 9 beseitigen sie endgültig. Die Einheit der Kirche ist in der Katholischen Kirche stets realisiert gewesen und ist sie auch jetzt und wird sie auch immer sein. Die Vorstellung, die Einheit müsse erst hergestellt werden durch die ökumenische Bewegung und zwar insbesondere durch Taten, demonstriert am deutlichsten, daß die Redaktion eben nicht weiß, was die Katholische Kirche ist: Sie ist die Gestalt der Einheit des Christentumes. 
These 9 Es ist Zeit für ein Glaubenskonzil stellt nun zweierlei in Aussicht: A) den unbedingten Willen, die Katholische Kirche in einem Einheitsbrei namens Christentum aufzulösen und B) den Glauben der Kirche unter der Parole der notwendigen Anpassung an die Moderne umzuformen. Selbst Bultmanns Entmythologisierugsprogramm wird da noch bemüht, um diese Modernisierung des christlichen Glaubens einzufordern. Also, mit lauter längst verstaubten Ladenhütern soll das 21. Jahrhundert bewältigt werden! 
These 8: Das Christentum muss mit allen Religionen gemeinsam danach streben, die Vernunft zum Leuchten zu bringen, die dem Frieden dient, und Fanatismus zu bekämpfen. Der erste Versuch, die Katholische Kirche und das Christentum durch den Glauben an die Vernunft zu ersetzen, stammt von dem französischen Revolutionär Robespiere mit seiner Verehrung der Gottheit Vernunft. Am Katholischen Glauben Festhaltende ließ er ganz vernunftgemäß guillotinieren. Daß übernehmen jetzt die Islamisten. Meine Frage dazu: Aus welcher Freimaurerquelle hat die Redaktion nur These 8 entnommen? Noch habe ich sie nicht gefunden! 

Zusatz:
Zum Thema Französische Revolution und Freimaurerei sei auf die erhellenden Schriften Augustin Barruels verwiesen, etwa: Denkwürdigkeiten zur Geschichte des Jakobinismus. Zum modernistischen Gottesbild: Uwe C. Lay, Der zensierte Gott.  

Corollarium 1
Von geradezu anrührender Naivität zeugt die immer wiederholte Behauptung, daß Glaubensaussagen der christlichen Religion dem modernen Weltbild der Naturwissenshaften und dem kulturellen Fortschritt (?) widersprächen. Es bleibt ungeklärt, warum welche theologischen Aussagen den Naturwissenschaften widersprächen und ob die Weise, wie wir heute kulturell leben, wirklich ein Fortschritt ist und nicht vielmehr ein Abfall; man denke an das Urteil,daß heute Zustände existieren, wie im Alten Rom.   

Corollarium 2
Einerseits von "Reformen" zu sprechen und andererseits von einer notwendigen Erneuerung zeigt die völlige Konfusion des modernistischen Liberalismus auf, der a) wie alle conservativen Nostalgiker Reformen fordern als die Forderung nach einem Zurück zum Ursprünglichen, von dem man sich sträflichst entfremdet habe und der b) ganz fortschrittsgläubig den chistlichen Glauben erneuern will im Sinne von eines Modernisierens, daß eben das Alte und Jetzige nicht mehr zeitgemäß sei und so um zeitgemäß  zu werden, umgeformt werden müsse.    
                         

Donnerstag, 14. Dezember 2017

Nicht mit dem Teufel reden

"Papst Franziskus hat die Katholiken eindringlich vor jeglicher Kontaktaufnahme mit dem Teufel gewarnt. Die Gläubigen sollten „nicht mit dem Satan reden“, weil dieser eine sehr intelligente, rhetorisch überlegene „Person“ sei." (Kath net, dem 12.12.2017) Das klingt doch sehr befremdlich: Welcher Katholik spräche schon freiwillig mit dem Teufel. Die einen glauben gar nicht an ihn und die noch an ihn glauben, würde ein solcher wirklich mit dem Satan einen Dialog führen?
Zudem: Seit wann gibt sich der Teufel denn, wenn er Menschen versuchen will, selbst zu erkennen? Offenbarte etwa die Schlange im Paradiese sich als Teufel, um dann Eva zu verführen?  
Schreibt nicht der Apostelfürst Paulus ausdrüklich: "denn auch der Satan tarnt sich als Engel des Lichtes" (2.Kor 11,14) und im Galaterbrief spricht er von der Möglichkeit, daß der Verführer in Gestalt eines Engels ein falsches Evangelium verkündigen könnte. (Gal 1,8)
Oder sollten wir das hier etwa ganz anders lesen: "Wenn dich eine intelligente und rhetorisch überlegene Person verwirrt, dann unterbinde das Gespräch: Es ist der Satan, der dich verführen will."  Papst Franziskus sagt dann noch: "Er verdreht dir den Kopf.“ Man sollte besser weggehen. Auch Priestern und Bischöfen gaukle Satan Gelehrtheit vor. „Und wenn du es nicht rechtzeitig bemerkst, dann endet es böse“. 
Gelehrtheit, gute Rhetorik, den Kopf verwirren, das seien also die Zeichen des Teufels.Ist das nicht einfach eine pure Verteufelung von Intellektuellen? Ist es da wirklich zu spekulativ, wenn gemutmaßt wird, daß hier Papst Franziskus die intellektullen Kritiker von  "Amoris laetati"meint, mit denen man keinen Dialog führen sollte, weil diese die Klarheit von Amoris laetati nur intellektualistisch verdunklen mit ihren Zweifeln und Fragen?    

Mittwoch, 13. Dezember 2017

Der Kampf ums Vater Unser- kurze Anmerkungen

1.
 Die von den französischen Bischöfen und Papst Franziskus vorgeschlagene Überssetzung:
"Und führe uns in der Versuchung" und Ähnliches ist vom griechischen Text her gesehen eindeutig falsch.
2. 
Es ist gar nicht sicher, ob Jesus immer aramäisch gesprochen hat. Man sprach  damals Griechisch. Wenn er aber aramäisch das Vater Unser gelehrt haben sollte, gibt es keinen Anhalt dafür, daß die Evangelisten ihn falsch übersetzt hätten.
3.
 Daß Gott nicht in Versuchung führt, ist auch theologisch falsch. Exemplarisch, König David, wie Gott ihn, erzürnt, in die Versuchung führte, eine Volkszählung durchzuführen. (1.Könige 24)
4. 
Das Fehlurteil, Gott führe nicht in Versuchung, entstammt einer falsch verstandenen Aussage des Jakobusbriefes:1,13, denn da meint man: Wenn Gott mich in Versuchung führt, dann bin ich unschuldig an meinem in die Versuchung Fallen,denn wer könnte Gott widerstehen. Daß ein Mensch, von Gott versucht, in die Versuchung fällt, das hat seinen Grund in der Versuchlichkeit des Menschen, erwidert der Jakobusbrief. Also sage man nicht: Gott führte mich in Versuchung, das ist in eine, der ich als Mensch ob des Ursprunges der Versuchung in Gott nicht widerstehen kann.
5. 
Warum will der Papst diese Bitte des Vater Unsers ändern? Das ist leider nur Zeitgeistopportunismus!Mit Theologie hat das nichts zu tuen. Aber Papst Franziskus ist eben ein Medienpapst; Theologie spielt bei ihm kaum eine Rolle. Ich vermute, daß nachdem Papst Benedikt XVI ein ausgezeichneter Theologe war, der dann Papst wurde, daß man mehrheitlich  jetzt nach ihm zum "Ausgleich" einen Nichttheologen als Papst wollte, einen "Pragmatiker" und Nicht-Dogmatiker. Auch das hat viel mit dem Zeitgeist zu tuen, dem herrschenden Antiintellektualismus.
Befähigt uns das Denken zum Sichemanzipieren vom allgemeinen Gerede, so meint man über das, so ist der praktizierte Antiintellektualismus der sicherste Weg dafür, nur noch in das allgemeine Gerede miteinzustimmen.   
6. 
In der Geschichte der Kirche gab es starke und schwache Päpste (Petrus, der erste Papst war ja auch nicht immer der stärkste im Glauben) und Papst Franziskus ist wohl einer der schwächsten, die die Kirche je hatte- aber in glaubensschwachen Zeiten sind oft auch die Päpste schwach. Sie sind Teil der allgemeinen Misere. 

Zusatz:
Ich meine, Wilhelm Busch hätte mal gesagt: Oft ist Tugendhaftigkeit nur Folge eines Mangels zum Sündigen. Gott führt in Versuchung, um so eine Tugendhaftigkeit nicht aufkommen zu lassen.Als treu kann nur gelten, wer im Augenblick, wo er untreu werden könnte, sich treu verhielt. Aber da solche Augenblicke der Entscheidung auch zum Fallen führen können, beten wir gemäß Jesu so: Führe uns nicht in Versuchung!  

     

Dienstag, 12. Dezember 2017

Herrschen wir über Gott? Oder wie bereitet man dem Teufel den Weg zum Erfolg!

Gott wurde Mensch, ja, aber er wurde auch uns zum Kinde in der Krippe.Das verführt Menschen dazu, daß wir nun ihn beherrschen könnten, weil er sich uns in der Schwachheit eines Kindes in Windeln gegenübetritt. Gott legte sein Wort in unsere Hände und so unterwerfen menschliche,allzumenschliche Ausleger sein Wort ihrer Willkür.Gott so zu lassen,wie er sich uns offenbart hat, das ist eben doch ein Zuviel an Heteronomie.
Im Adveniatabreißkalender wird Psalm 6,1 so übersetzt (11.12. 2017): "Herr, bestrafe mich nicht in deinem Zorn, weise mich nicht zurecht, solange du aufgebracht bist." Als Alternative hätte dem Ausleger des Kalenderblattes auch die Einheitsübersetzung zur Verfügung gestanden: "Herr, strafe mich nicht in deinem Zorn und züchtige mich nicht in deinem Grimm".Zurechtweisen klingt schon mal lieblicher als züchtigen. 
Aber was macht der Kommentar nun aus dieser klaren Aussage? Erstmal raisoniert er: " Vom Zorn Gottes hören wir nicht oft in einer Andacht, und wohl auch nicht gern. (11.12. 2017). Hier verhüllt das "und" den Grund, warum wir nicht oft vom Zorne Gottes in Andachten und Predigten hören:weil wir davon so ungern etwas hören wollen! 
Der Kommentator konzediert dann aber, daß in der hl. Schrift oft vom Zorne Gottes die Rede ist. Die Bibel "wusste, dass die Strafe Gottes drohte, wenn jemand gegen den Willen Gottes verstoßen hatte", und schwächt so schon ein wenig ab, denn die Bibel weiß nicht nur von angedrohten Strafen Gottes, es weiß auch von vollzogenen Gerichten Gottes zu berichten. Die Formulierung der angedrohten Strafen läßt ja die Möglichkeit offen, daß Gott das bloß Angedrohte nie vollzog, sondern es als bloße Drohung bewenden ließ.
Aber, ein Gott, der zürnt, der mit Strafe droht, ist das nicht auch schon für uns Verzärtelten unzumutbar? Das weiß auch der Abreißkalenderausleger. Und so formuliert er dann, was er unter der Strafe Gottes versteht:
"Gott ist aber der Schöpfer des Lebens.Seine Gesetze dienen der Erhaltung des Lebens. Wer dagegen verstößt, verursacht Leid und Tod. Genau genommen kennt Gott nur eine Strafe: Er läßt die Menschen die Folgen ihres Tuns tragen."
Gott straft und züchtigt nicht mehr, er weist auch nicht mehr zurecht- das tut Gottes alles nicht! Sein Strafen und Züchtigen besteht nun nur noch darin, daß er NICHTS tut! 
Veranschaulichen wir uns dies an einem einfachen Beispiel: 
Eine Mutter sagt zu ihrem kleinen Madel: "Putze jeden Abend deine Zähne! Wenn du sie nicht putzt, dann wirst du in Bälde ein Zahnweh bekommen, so gern du Süßes nascht!" Das Kind gehorcht nicht und dann muß es beim Zahnarzt fühlen, erst das Zahnweh und dann das Bohren. Das Zahnweh ist dabei die immanente Folge des Nichthörens. Das Kind  war ungehorsam, aber das Zahnweh ist nun keine Strafe ihrer Mutter sondern nur die Negativfolge ihres Ungehorsames.
Eine Mutter sagt zu ihrem kleinen Madel: "Putze jeden Abend deine Zähne! Wenn ich dich erwische, daß du dir nicht die Zähne putzt und dann im Bette wieder Süßes nascht, bekommst du eine Woche Fernsehverbot!"In diesem Falle ist das Fernsehverbot nicht eine immanente Folge des Ungehorsames des Buben, sondern wirklich eine angedrohte Strafe der Mutter. Genau das macht das Wesentliche der Strafe aus, daß sie nicht die immanente Negativfolge eines Tuens ist, sondern eine sich äußerlich zur Untat verhaltende Reaktion auf den Ungehorsam.
Wird ein Mörder zu lebenslanger Haft verurteilt, ist das nicht eine Negativfolge seiner Mordtat als immanente Auswirkung seiner Untat, sondern dazu hat ihn ein Gericht verurteilt.  
Indem nun der Kommentar Gottes Strafen reduziert auf, daß Gott die Negativfolgen des Ungehorsams einzutreten zuläßt, schafft er Gottes Gericht ab. Die Hölle, die ewige Verdammnis ist nicht einfach die Negativfolge eines Lebens für die Sünde, nein, Gott verurteilt Sünder dazu ob ihres Gesündigthabens. 
Zudem: Eine Strafe kann erlassen werden, die Mutter kann auf die Strafe verzichten, so auch Gott, aber wenn das Madel ein Zahnweh bekommen hat, dann ist das nur noch durch einen Zahnarzt wieder in Ordnung zu bringen: Zahnweh kann nicht vergeben werden, Gott kann aber dem Sünder vergeben und auf seine Bestrafung verzichten.
Wo die Bibel Gott als Strafe Androhenden aber auch Vergebenden kennt, da kennt dieser Kommentar nur noch ein weltimmanentes Geschehen, daß bestimmtes Fehlverhalten den Täter selbst schadet.
Aber das hat noch fatalere Folgen: Denken wir uns einen Ehemann, der seine Frau mit einer Geliebten betrügt. Die Ehefrau bemerkt das nicht; der Ehemann beendet dann diese Liaison nach ein paar Jahren. Hat er sich damit selbst irgendwie geschädigt oder doch viel mehr nur vergnügt? Der Dieb, der beim Einbruch viel Bargeld stahl und davon viele Jahre gut lebte, wo erleidet der die Negativfolgen seines Verbrechens? Wenn Gott nicht straft jetzt oder einst im Jenseits, würden viele, viele Sünden ganz straflos bleiben, weil sie dem Täter nur zum Guten gereichten (das gestohlene Geld, das er zu seinem Nutzen ausgab oder das Vergnügen an einer Geliebten für den Verheirateten) und die Untaten für ihn keine Negativfolgen freisetzten.
Das führt dann zum Gipfel des Abfalles vom Glauben zu dem Irrglauben, daß Sünde nur das ist, was dem Täter selbst auch schädigt. Dann sündigt nicht einmal mehr eine Mutter, wenn sie ihr eigenes Kind töten läßt, (abtreiben genannt), wenn diese Kindestötung für sie selbst sich nicht negativ auswirkt.
Es gäbe nur eine Sünde, sich selbst zu schädigen, wird dann die letzte Konsequenz dieses Verständnisses von Gottes Strafen sein!
Eine kleine Häresie am Anfang und am Ende bereitet man dem Teufel den Weg zu unglaublichen Erfolgen!  
Vgl dazu: Uwe C. Lay, Der zensierte Gott.         
     
        

Montag, 11. Dezember 2017

Der Jesuitenorden- die Lust am Untergang

"Das Canisius-Kolleg in Berlin hat seine Entscheidung verteidigt, eine Kopftuch tragende Muslimin einzustellen. "Wir haben uns bewusst für die Kandidatin entschieden, die das muslimische Kopftuch trägt", sagte der Rektor des katholischen Gymnasiums, Jesuitenpater Tobias Zimmermann, in einem Interview der "Welt". (Katholisch de am 11.12.2017)
Ein Katholisches Gymnnasium, wenn es von Jesuiten geleitet wird, sieht heutzutage natürlich in erster Linie seine Aufgabe darin, die Verbreitung der islamischen Religion zu fördern. Darum stellt der jesuitische Rektor auch eine bekennende Muslima ein, damit die Schüler des Gymnasiums ein leuchtendes Beispiel vorgelebte islamischer Religion vor Augen geführt bekommen. Der Islam ist überhaupt eine so wunderbare Religion, daß man sich wundern muß, daß die Lehrershaft des Canisius Kolleges noch nicht geschlossen zum  Islam konvertiert ist.
Ach, Ewiggestrigen ist die christliche Religion noch die wahre, aber solche christlichen Fundamentalisten werden immer weniger, stattdessen weiß der heutige Christ, daß es seine Berufung ist, abzunehmen, damit Mohammed in  Deutschland wachsen kann,wie schon der Täufer sich zurücknahm, um Jesus Raum zu geben.
Progressiven Jesuiten ist das eine Selbstverständlichkeit. Unklar ist nur den politisch korrekten Beobachter der Jesuiten, wie der Jesuitenorden seine leidenschaftliche Vorliebe für den Homosex mit ihrer Liebe zum Islam in Einklang bringen kann. Aber dieser Widerspruch ist der politischen Korrektheit immanent: Einerseits gibt man sich extremistisch liberal: Wir tolerieren Alles und andererseits begrüßt man die Liquiditatoren der hochgepriesenen Liberalität. Man liebt seinen eigenen Untergang, aber vielleicht verbindet das ja im tiefsten den Homosexuellen mit dem nekrophilen Jesuiten: die Liebe zum eigenen Untergang, indem  der eine die Fortpflanzung verweigert und der andere den Auslöscher der bürgerlichen Ordnung, die erst solchen lebensfeindlichen Liberalismus ermöglicht.
Oder was ist von Schafen zu halten, die Wölfe als Hüter ihres Schafsstalles engagieren? Kann das etwas anderes sein als eine Manifestation des eigenen Lebensüberdrusses, daß man Nein sagt zum Leben? Vielleicht, daß tief verborgen- subkutan- zwischen dem jesuitischen Ideal des Kadavergehorsames und der Lust am eigenen Untergang ein Zusammenhang besteht? Die Liebe zum Islam. der uns den Tod bringt?
Man könnte das aber auch weniger tiefsinnig sehen, daß die Jesuiten sich jetzt schon den zukünftigen Machthabern in Deutschland und wohl auch in Europa anbiedern möchte und so den Islam lieben als die Religion der Zukunft Europas vielleicht einem türkisch- islamischen Kalifat subordiniert.  

Corollarium 1
Die Lust am eigenen Untergang: Zu unterscheiden ist dabei aber, als was ich mich verneine: als Mensch, das ist: Ich sage Nein zum menschlichen Leben, oder ich verneine mich als Deutschen, das ist, ich sage Nein zum Leben des Deutschen Volkes, oder ich verneine mich als Weißen, das ist, ich sage Nein zur weißen Rasse oder ich verneine mich als Christ, das ist, ich sage Nein zur Zukunft der christlichen Religion. Was verneint nun wie der heutige Jesuit in seiner Nekrophilie? Sich als Christ sicher und  auch als Deutscher!  Man könnte sich als Deutscher und als Christ verneinen, um als Bürger in einem islamisch dominieren Europa zu überleben!             

Sonntag, 10. Dezember 2017

Jerusalem- die Hauptstadt Israels

"Hunderte Verletzte und Tote hat es seit der Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels durch die USA gegeben. Deutliche Kritik an der Entscheidung üben nun Erzbischof Schick und der Kardinalstaatssekretär." So kann man es auf Katholisch de am 10.12. 2017 lesen. Kann man bestreiten, daß seit dem die Juden, ausgewandert aus Ägypten in ihrer neuen Heimat Jerusalem zu ihrer Hauptstadt kührten, Jerusalem die ihrige  Hauptstadt ist? Kann man bestreiten, daß es wohl kein anderes Volk gibt, das mit so viel Recht ihre Heimat die ihrige nennt, weil sie ihre Heimat direkt von Gott zugewiesen bekommen hat. 
Nun, nach fast 2000 jähriger Exilierung lebt das jüdische Volk wieder in ihrer Heimat in ihrem eigenen Volksstaat. Dem soll es nun verwehrt werden, Jerusalem als das anzusehen, was es immer war: die Hauptstaat dieses Volkes! Nicht ist es ein Skandal, daß der amerikanische Präsident dies Faktum anerkennt, sondern daß so viele Israel das Recht absprechen, sich ihre Hauptstadt selbst erwählen zu dürfen. Noch beschämender ist es aber, wenn gar Vertreter der Katholischen Kirche hier so einseitig gegen das jüdische Volk Stellung beziehen. 
Frägt man aber danach, was hier die Kirchenoberen bewegt hat, so einseitig gegen Israel sich zu positionieren, findet man schnell eine Antwort: Wie schon der Vorsitzende der Bischofskonferenz und der EKD- Präses ihre Kreuze abnahmen auf ihrer Jerualemreise aus Respekt und Angst vor dem erstarkenden Islam, so redet man nun auch so- aus Furcht vor dem Islam! 
Das Gerede vor der Pflicht, nicht die Lage zu eskalieren zu lassen in der Causa Jerusalem, ist so wahr wie eine Mahnung an Lebensschützer in Deutschland, auf ihre Kundgebungen zu verzichten, um Feministin und Linke nicht zu provozieren! Ein ganzes Volk, Israel soll auf sein Recht verzichten, sich frei seine Hauptstadt zu erwählen, nur weil  nun palästinensiche Muslime mit Gewalt drohen! 
Soll so das Recht durch Gewalt gebeugt werden?    

Zusatz:
"Der Papst hatte sich am Donnerstag dazu auch mit dem türkischen Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan beraten." Katholisch de am 10.12. Worüber beriet sich der Papst mit Erdogan? Ob Jerusalem die Haupttstadt Israels sein darf!  So viel Liebe zum Islam und zu seinem politischen Vertreter Erdogan!   

Corollarium 1
Weil Jerusalem ein heiliger Ort für drei Religionen sei, der islamischen, der christlichen und der jüdischen, dürfe es nicht die Haupstadt des Staates Israel sein. Also, die Multikultiideologie verböte es, daß politisch Jerusalem die Hauptstadt Israels sei! So auf Katholisch de zu lesen! Auch darn  manifestiert sich einmal wieder, wie sehr diese Ideologie antinational ist!   

Samstag, 9. Dezember 2017

Schafft der Papst das Kirchenrecht- teilweise- ab?

Can. 915 — Zur heiligen Kommunion dürfen nicht zugelassen werden Exkommunizierte und Interdizierte nach Verhängung oder Feststellung der Strafe sowie andere, die hartnäckig in einer offenkundigen schweren Sünde verharren,
Gilt diese Bestimmung des Kirchenrechtes noch, oder hat sie Papst Franziskus faktisch relativiert durch sein postsynodales Schreiben:"Amoris laetita" und durch die nun von ihm nachgereichte verbindliche Auslegung, daß im Einzelfall Geschieden-Verheiratete, ohne daß sie sich zur Enthaltsamkeit verpflichten, zum Empfang der hl. Kommunion zulaßbar sind? 
Als erste Möglichkeit, Al im Einklang mit dem Can 915 zu interpretieren, wäre die These, daß die "Zweitehe" bei Geschieden-Wiederverheirateten nicht in jedem Falle eine offenkundige schwere Sünde sei ,
die zweite, daß diese Zweitehe objektiv gesehen eine offenkundig schwere Sünde sei, daß sie aber nicht immer als solche dem Wiederverheirateten zuschreibbar ist. Im Falle des Freitodes bedeutet das zum Beispiel, daß ein Freitod im Zustande der Volltrunkenheit begangen, dem Täter nicht als Sünde zurechenbar ist, weil die Volltrunkenheit das Verantwortlichssein für das eigene Tuen ausschließt,
wohingegen die dritte Möglichkeit, Al so zu deuten, daß weiterhin eine Zulassung zur Kommunion nur erlaubt ist, wenn auf den ehelichen Verkehr verzichtet wird, durch die päpstlich legitimierte Auslegung,verunmöglicht wurde. Das genau ist ja das Anliegen des Papstes, jetzt autoritär zu bestimmen, was als legitime und was somit als nicht legitime Auslegung zu gelten hat.  
Ein Kommentar auf Kath de vom 8.12. kommt hier zu einem anderen Ergebnis:"Laut Kirchenrecht seien wiederverheiratete Geschiedene von der Kommunion ausgeschlossen. Der entsprechende Kanon sei nach wie vor in Kraft. ‚Amoris laetitia’ sei im Sinn der Tradition zu interpretieren, schreibt Kirchenjurist Edward Peters."
Das Problem ist nur, daß der Papst diese Interpretation im Geiste der Tradition ausschließen will! Nach ihm ist nur die Interpretation im Sinne von Al, die in Einzelfällen Geschieden-Wiederverheiratete zur Kommunion zuläßt, ohne daß sie sich zur sexuellen Enthaltsamkeit verpflichten. 
Also kann nur die Möglichkeit 1 oder 2 gelten. Aber hier läßt uns der Papst in Stich! Warum diese Zweitehe nicht objektiv oder subjektiv zurechenbar in jedem Falle eine schwere Sünde ist, bleibt ungeklärt. Das soll dann der Priester oder der Bischof klären oder dann doch einfach nur das Gewissen des Geschieden-Wiederverheirateten! 
Walter Kaspers Deutung der Causa ist geradezu ein Musterexemplar für die völlige Unklarheit: " Sie stelle keine Neuerung dar, sondern erneuere eine alte Tradition gegenüber späteren Verengungen, so Kasper. Schon immer sei unterschieden worden zwischen der "objektiven Schwere eines Gebots" - in diesem Fall des Verbots von Ehescheidung und Ehebruch - und "der Schwere der subjektiven Schuldhaftigkeit".
Um diese zu ermitteln, müsse man mit "von der Liebe geleiteten Klugheit fragen, welches in der konkreten Situation die rechte und billige Anwendung" eines Gebots sei. Die scharfen Kritiker von "Amoris laetitia" verträten einen "einseitigen moralischen Objektivismus, der die Bedeutung des persönlichen Gewissens" bei sittlichen Entscheidungen unterbewerte. (KNA)" (zitiert nach: Katholisch de vom 8.12.
Einerseits erinnert Kasper an die selbstverständliche Differenzierung zwischen der objektiven Beurteilung einer Tat etwa als schwere Sünde und der Frage, ob der Täter voll verantwortlich ist für seine Tat- aber er unterläßt es wohlweislich, Kriterien für eine verminderte  Zurechenbarkeit der Tat einer Führung einer unerlaubten Zweitehe zu benennen.  
Dann behauptet er, daß es darauf ankäme,ein Gebot in "von der Liebe geleiteten Klugheit" anzuwenden. Das klingt doch sehr danach,  daß aus Rücksicht auf die Geschieden-Wiederverheirateten der Can 915 nicht angewendet werden soll.
Zum Schluß verlangt er, daß das persönliche Gewissen mehr als bisher berücksichtigt werden müsse. Man beachte den Begriff des Persönlichen. Das meint, daß das individuelle Gewissen die Letztinstanz ist, die den Betroffenen sagt, ob sie die Kommunion empfangen dürfen oder nicht. Was gilt nun nach Kasper? Eigentlich nur eines: Schluß mit der Debatte, Geschieden- Wiederverheiratete dürfen jetzt ohne eine Selbstverpflichtung zur sexuellen Enthaltsamkeit zur Kommunion zugelassen werden. Warum das nun möglich ist und wie das mit der Tradition der Kirche und ihrer Lehre vereinbar sein kann, darüber soll nun nicht mehr diskutiert werden: Ende der Debatte!