Dienstag, 24. April 2018

Deutschland- eine Gesellschaft ohne Einheit- oder warum Erdogan Wahlkampf hier führt rechtens!

"ANKARA. Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdoğan hat angekündigt, vor den Parlaments- und Präsidentschaftswahlen im Juni auch im Ausland Wahlkampf zu machen. „Ich werde in einer Sporthalle mit einer Kapazität von 10.000 bis 11.000 Menschen – das Land werde ich jetzt nicht nennen – so Gott will, bei einer Versammlung einer internationalen Organisation sein und dort vor meinen türkischen Staatsbürgern sprechen“, sagte Erdoğan am Samstag abend der Nachrichtenagentur AFP zufolge im türkischen Sender NTV."
So berichtet die Junge Freiheit am 23.4.2018. Fragen wir einmal, warum es dem Staatspräsidenten Erdogan nicht gestattet sein soll, in Deutschland angesichts von circa 1,4 Millionen wahlberechtigter Türken, Wahlkampfreden zu halten. Die Bundesregierung hatte ja im letzten Jahr Wahlkampfauftritte von Politikern aus Nicht-EU- Staaten verboten. Erdogan will vor "meinen türkischen Staatsbürgern" reden. Es sind Türken mit türkischem Paß, wahlberechtigt in der Türkei und eventuell haben sich einige von ihnen noch einen Deutschen Paß ausstaffiert. Ist es nicht das natürlichste in der Welt, daß ein Türke, egal in welchem Auslande er lebt, er türkischer Landsmann bleibt und das auch, wenn er nicht Parteigänger des jetzigen Staatsführers ist und daß so er von seinem Staatsmann als Glied des türkischen Volkes angesprochen wird?
Nur Weltfremde können glauben, daß bloß ob der  Tatsache, daß Türken in Deutschland geboren werden, sie zu Deutschen werden. Nein, nicht der Geburtsort sondern die Nationalität der Eltern bestimmt die Nationalität des Kindes. Das gemeinsame Blut verbindet eben mehr als der Raum, in dem jemand geboren wird.
Dies gilt gerade in postmodernen Zeiten, zu deren Spezifikum der Bedeutungsverlust der realen Räume gegenüber der virtuellen Welt gehört. Nah ist nicht mehr der räumlich in der Nähe Seiende, sondern der in den Medien Präsente. Fast jeder kennt Papst Franziskus, aber wer kennt vom Sehen her schon den für ihn zuständigen Geistlichen vor Ort? Die Spitzenpolitker der Parteien kennt der postmoderne Mediennutzer viel besser als die Heimatpolitiker seines Ortes. Die Telekomunikation entwertet eben den Raum als Ordnungsschema der Gewichtung von mir nahe als so für mich wichtig und von mir fern als so nicht so wichtig.
Zudem hat sich nicht nur in Deutschland die "türkische Gemeinde" längst zu einer Parallelkultur in Deutschland herausgebildet, die zwar in Deutschland lebt, aber kulturell  manchmal schon türkischer lebt als die Türken in der Türkei. Erdogan ist da einfach realistisch. Er weiß, wer alles zu seinem Volke gehört, das er nun für sich und für den Aufbau eines neuen Osmanischen Reiches mobilisieren will. Er setzt dabei auf die völkische Homogenität, zu der gerade auch die islamische Religion im engeren Sinne und die islamische Kultur im weiteren Sinne gehört. Denn ein Volkstum ist nie nur ein biologisch Fundiertes, es ist immer auch eine spezifische Kultur, die zum Volkstum konstitutiv dazugehört.
Deutschlands Ursprungsfehler war der Mythos vom türkischen Gastarbeiter. Als könnten Millionen Türken hier wie Saisonarbeiter eingestellt werden, die dann, wenn sie nicht mehr gebraucht werden, wieder repatriiert werden könnten. Die Wirtschaft rief nach billigen Arbeitskräften und sie kamen und leben nun hier- nicht integriert sondern als türkische Parallelgesellschaft in Deutschland. Das heißt, das nun Deutschland selbst nicht mehr eine Gemeinschaft ist, sondern ein Lebensraum, der sich als Gesellschaft wahrnimmt, weil in ihr verschiedene Gemeinschaften leben, neben der der Deutschen eben auch die der Türken. Der Verlust der Einheit schafft so erst die Gesellschaft in Deutschland. Und für diese aufgelöste Einheit ist es selbstverständlich, daß die türkische Gemeinschaft in ihr sich ihrem Staatsführer zuwendet, der realiter wirklich ihr Staatsoberhaupt ist, während die Bundesregierung es nur imaginär ist.  Denn sie leben als Nichtstaatsbürger Deutschlands in Deutschland, weil sie dem türkischen Volkstume zugehörig sind.    



Montag, 23. April 2018

Die Religionen und der Priesterbetrug

Das aufklärerische Denken war in erster Linie ein kirchenkritisches Denken, sich legitimierend in der Erfahrung der innerchristlichen Religionskriege des 17.Jahrhundertes. Es könne nur eine wahre Religion geben, die natürlich vernünftige, aber viele positive, die in ihrer Positivität( nicht im Sinne von "gut", sondern im Sinne vom "positiven Recht" im Gegensatz zum Naturrecht) als Abweichungen vom Natürlichen, sozusagen "künstlich" als negativ zu beurteilen sind. Die vernünftige Religion ist so nicht eine Ursprungsreligion, sondern eher der vernünftige Kern in jeder Religion, die aber als positive das Natürliche überwuchert. So  versucht eben Kant diese rein vernünftige Religion zu konstruieren, fußend auf der praktischen Vernunft und Fichtes Anweisung zum seligen Leben kann als Parallelversuch gelesen werden. Gemein ist ihnen dabei das Nein zum kirchlichen Christentum und die Verneinung aller anderen "primitiven" Religionen.Die vulgärste Religionskritik, daß alle positiven Religionen Produkt eines Priesterbetruges seien, erfreute sich dabei gerade in der Aufklärung größter Beliebtheit.
Um so erstaunlicher, wenn wir dann bei Hegel lesen können: "Hegel protestiert leidenschaftlich gegen die  Vorstellung, daß alles >was die Millionen, die in diesen Jahrhunderten...lebten und starben, für Pflicht und heilige Wahrheit hielten, -daß dies nicht barer Unsinn und gar Immoralität,wenigstens den Meinungen nach, gewesen ist<.  [...] Man muß, sagt Hegel, >wenigstens voraussetzen, daß der Mensch ein natürliches Gefühl oder Bewußtsein einer übersinnlichen Welt und der Verpflichtung gegen Göttliches habe...daß alles Höhere, alles Edlere und Gute des Menschen etwas Göttliches ist, von Gott kommt, sein Geist ist, der von ihm ausgeht.<"   Georg Lukacs, Der junge Hegel, Bd 1, stw 1973, S.363f Daß der marxistische Philosoph Lukacs von dieser Wertschätzung der positiven Religionen des sonst von ihm so angetanenen Denkers nicht begeistert ist, braucht nicht erwähnt zu werden. 
Aber eines könnte hier auch für das theologische Denken relevant sein: Wie leicht übernimmt die Theologie die Kritik der Aufklärung, daß im Prinzip die anfänglichen Religionen Produkte von Priestern waren, daß sie rein abergläubisch waren und daß, wenn überhaupt noch etwas Wahres in ihnen sein sollte, dies so überwuchert sei, daß die Religionen nur noch etwas Negatives seien? Und der Enthusiasmus für ein religionsloses Christentum, etwa bei D. Bonhoeffer aber auch wohl in der Befreiungstheologie, speist sich das nicht auch aus dem Nein zu allen positiven Religionen? 
Ist da Hegels Sicht nicht bedenkenswerter, daß in jeder Religion Wahrheit ist, weil sie eben Religion ist, daß in ihr von einer übersinnlichen Welt gewußt wird, daß in ihr Gott oder die Götter verehrt werden? Und kann eine Religion gerecht beurteilt werden, wenn ihre Ausrichtung auf das Jenseitige, Übersinnliche einfach als Projektion abgetan wird, denn sie gründet sich ja auch selbst- nach ihrem Selbstverständnis- auf ein Einwirken Gottes. Kommt etwa jede Religion aus göttlichem Geiste?
Das könnte aber nur für die vorchristlichen Religionen gelten, denn die nachchristlichen konzipierten sich ja als Verneinung der wahren christlichen Religion, also die jüdische wie die islamische Religion. Sie setzen die offenbarte Wahrheit voraus, um sie zu negieren. 
So kommt es zu dieser seltsamen Paradoxie, daß die Religion des AT wahr ist, wenn von ihr aus Jesus als der Christus erkannt wird, und sie wird unwahr, wenn das Neue Testament nicht als ihre Vollendung gelesen wird. So ist etwas wahr und unwahr zugleich. Alle vorchristlichen Religionen sind wahr als Vorbereitung auf die vollendete Wahrheit in der christlichen Religion, aber sie werden unwahr, wenn sie sich gegen die offenbarte Wahrheit erhalten wollen. Das ist das Recht und die Pflicht zur Mission unter Andersgläubigen- wider Papst Franziskus Neigung, das als Prosylitenmacherei zu verteufeln.  
Aus dieser Dialektik, daß etwas Wahres Unwahres werden kann, obzwar es wirklich wahr war, steigt die Vulgärkritik des Priesterbetruges aus, indem sie nur noch das Unwahre in den positiven Religionen sieht.   

Sonntag, 22. April 2018

Christenverfolgungen- was sagen die demokratischen Blockparteien dazu?

Es bereitet natürlich politisch korrekten Gutmenschen große Probleme, das Faktum von Christen-verfolgungen in islamischen Ländern wahrzunehmen. man spräche doch lieber von Diskriminierungen von Muslimen in Deutschland. Was nun aber tuen, wenn die fürchterliche AfD ihr Dasein im Bundestag dazu mißbraucht, einen Antrag zum Schutz von um ihres Glaubens willen verfolgter Christen einzubringen und gar Vorschläge unterbreitet,  wie sich Deutschland politisch zu Staaten verhalten sollte, in denen Christen um ihres Glaubens willen verfolgt werden? Katholisch de berichtet:
"In dem Antrag fordert die AfD sanktionierende Maßnahmen für vor allem muslimisch geprägte Länder, in denen Christen verfolgt werden. Die Fraktion schlägt dabei etwa ein Aussetzen der Entwicklungsgelder oder Handelsbeschränkungen vor. Darüber hinaus sollten auch die Eliten des Landes bestraft werden können, etwa durch Einreiseverbote oder durch das Einfrieren von Konten im Ausland." Katholisch info am 20.4. 2018. Aber mit großer Erleichterung meldete dann diese katholische  Gutmenschinternetplattform: "Breite Ablehnung für AfD-Antrag zur Christen-verfolgung". Dieser islamphobe Angriff auf die Friedens-und Nächstnliebe-Relgion des Islam wehrten die tapferen Demokraten einstimmig ab, denn dieser Antrag sei doch nur eine billige Stimmungsmache gegen diese wunderbare Religion! Selbst sonst so traditionell religionskrtische Parteien wie die sich zum Atheismus bekennende SED, jetzt zu: "Die Linke" umgefirmt und die "Grünen" haben eben ihre späte Liebe zur Religion entdeckt, natürlich zum Islam.
Wie einst radicale Linke die Aufgabe der Apologetik des stalinistischen Terrors ausübten mit der Parole, daß jede Kritik an Stalin purer Antikommunismus sei, so gilt jetzt den Gutmenschen jede Islamkritik als eine Manifestation von der psychischen Krankheit der Islamphobie (Die Islamphobie soll dabei  ähnlich wie die Höhen- oder Platzangst  als therapierbar vorgestellt werden!)
Daß für Katholisch de die AfD eine antichristliche Partei ist, das bestätigt sich, wenn das Stichwort AFD in das dortige Suchfeld eingegeben wird. Wir lernen was dazu: Antichristlich ist, wenn man Sanktionen für Staaten fordert, in denen Christen um ihres Glaubens willen verfolgt werden! Antichristlich ist man auch, wenn man das "christliche Abendland" vor dem endgültigen Untergang bewahren will.



"Bischof Gerhard Feige hat sich mit dem BDKJ deutlich gegen die für heute in Magdeburg geplante Demonstration der "Alternative für Deutschland" (AfD) gewandt: "Wir distanzieren uns von den sogenannten 'Verteidigern des christlichen Abendlandes'". Katholisch de am 14.10.2015.Christlich ist man dagegen, wenn man eine besondere Vorliebe für islamische "Flüchtlinge" hegt, wie es Papst Franziskus praktizierte und enthusiasmiert jeden Moscheeneubau in Deutschland feiert.Ergo: Je mehr ich mich für den Islam engagiere,desto christlicher bin ich. Aber sich für verfolgte Christen einsetzen....das ist fast schon antichristlich.

Zusätze:
"Nach der Niederlage von Stalingrad 1943 forderte Hitler die deutsche Armee auf, „bis zur letzten Patrone“ für die „Rettung des Abendlandes“ zu kämpfen." zitiert von: Pegida-Rhetorik: "Abendland" als Kampfbegriff" https://www.welt.de › Geschichte.
Es ist wohl eines der beliebtesten Standartargmente gegen den Willen zur Selbstbewahrung des Christentumes, des christlichen Abendlandes, daß sich der Nationalsozialismus und Hitler als Verteidiger des christlichen Abendlandes verstanden im Kampf gegen den Bolschewismus und daß deshalb jetzt jeder Selbstbehauptungswille dadurch ein für alle mal diskreditiert sei. Es darf ja auf keinen Fall etwa eingeräumt werden, daß vielleicht nicht Alles, was Hitler wollte verwerflich sei. So dürfen wir uns jetzt nicht mehr selbst bewahren wollen, gar unsere Identität,weil das etwas Nazihaftes sei.  
 

Samstag, 21. April 2018

Leitbilder der Kirche?

Gibt es für die Katholische Kirche ein Leitbild? Es soll nun versucht werden, die aktuellen innerkatholischen Kontroversen als Widerstreit zwischen zwei Leitbildern der Kirche zu verstehen. Nehmen wir das traditionelle, das sich an dem Leitbild des Arztes orientiert und setzen dem das modernistische eines Unterhaltungskünstlers entgegen unter der Frage des unterschiedlichen Umganges mit der "Wahrheit". 
Für den Arzt ist der Patient ein Heilungsbedürftiger; der Arzt therapiert. So ist auch jeder Gläubiger ein vor Gott Bedürftiger, ein Erlösungsbedürftiger. Gott selbst hat sozusagen die Kirche als seine "Apotheke" auf Erden gegründet, damit durch sie den Erlösungsbedürftigen die Medizin (die Sakramente) und die Belehrung, wie muß ich leben, um meine Gesundheit zu erhalten oder wieder zu erlangen, ausgeteilt wird. Wahr ist dann die Therapie, wenn sie, wie von Gott vorgeschrieben, durch die Kirche vollzogen wird- die Kirche wirkt so mit an der Heilung und Erlösung der Menschen.
Was ist aber nun eine "wahre" Unterhaltung? Ein Komiker, auf der Bühne stehend  Witze erzählend und alle lachen und applaudieren- das ist "wahre" Unterhaltungskunst.Hier ist das wichtigste, daß das Tuen beim Publikum ankommt, daß es gut unterhalten wird.
Ein Arzt muß zu einem an einer schweren Lungenentzündung Erkrankten sagen, daß er sein Rauchen einstellen muß, wenn er gesunden will. Antwortet ihm der Patient, daß sei für ihn als Kettenraucher unzumutbar, muß der Arzt bei seiner Diagnose bleiben, denn nur so kann der Erkrankte gesunden. Ganz anders der Unterhaltungskünstler: Wenn sein Programm nicht bei den Zuschauern ankommt, dann ändert er es. Er muß sich fragen, was sein Publikum wohl stattdessen  lieber an Programm sähe. Er lebt davon, daß er den Geschmack seines Publikums trifft. 
Wie nun, wenn der ganze theologische Hintergrund des Leitbildes der Kirche als medizinische Einrichtung, als Arzt, sich aufgelöst hat, daß der Mensch vor Gott ein Sünder ist und daß er erlösungsbedürftig ist, wenn die Kirche nur noch potentiell religiös interessierte Konsumenten sieht und sich frägt: Paßt unser Angebot zu den Konsumwünschen der potentiellen Kunden?  Nun gilt, daß wahr ist, was bei den Konsumenten ankommt! Der Papst hat gar zu einer Jugendsynode aufgerufen- wozu? Nur, um die Konsumentenwünsche Jugendlicher in Erfahrung zu bringen, um dann die "Angebote" der Kirche besser auf dies Kundenklientel ausrichten zu können. "Wahr" ist nur das, was bei Jugendlichen ankommt. 
Alle Reformhaben der Kirche werden so faktisch primär damit begründet, daß die traditionellen Angebote nicht mehr ankommen und darum modernisiert werden müßten. "Unser Unterhaltungsprogramm kommt nicht mehr an!", lautet dann die Standartklage. Das Angebot einer unauflöslichen Ehe wird eben zum Ladenhüter,  da sind uns die Protestanten weit voraus, wo jeder so oft heiraten und sich scheiden lassen kann, wie es ihm gefällt. Deshalb soll zumindest die "Sanktion" für Wiederverheiratete Geschiedene, nicht mehr die hl. Kommunion empfangen zu dürfen, wegfallen. Impliziet sagt damit dann ja auch die Kirche, daß diese Zweitehen, wenn die erste noch gültig ist, schon in Ordnung ist. Warum? Weil das die Konsumenten sich so wünschen. 
Es soll junge Männer geben, die würden wohl Priester werden, wenn sie dann nicht zölibatär leben müßten- also wollen jetzt  Reformer auf der Amazonaskonferenz den Zölibat durchlöchern. Die Kirche muß ja "zeitgemäß" sein, das ist, offen sein für die jetzt artikulierten Wünsche potentieller Kunden- denn in der Unterhaltungskunst gilt der Grundsatz, daß immer der Kunde König ist, daß er also das bekommt, was er möchte. Seine Konsumwünsche bilden den normativen Maßstab für die kirchlichen Angebote. 
Wenn nun ein Arzt wie ein Unterhaltungskünstler arbeitete, es wäre sein und der Ruin seiner Patienten, aber jedes Unterhaltungsunternehmen arbeitet so und ist auch nur so erfolgreich. Aber die Kirche ist von ihrem Wesen her keine Unterhaltungsanstalt sondern eine Heilanstalt. Ob das noch wahr ist, darüber wird jetzt gestritten in der Kirche.    

Zusatz:
Papst Franziskus könnte als erster Papst in die Kirchengeschichte eingehen, der sich als medienbewußter Unterhaltungspapst selbst inszenierte.      

Freitag, 20. April 2018

Erkennbarer Trend in der jetzigen Zeit?

Ist bei all den Einzelereignissen, von denen uns täglich berichtet wird in den Medien, ein Trend erkennbar, ein Wohin der Entwickelung? So wie erkennbar ist, daß seit dem Heynckes der Trainer des F C Bayern München ist, sich diese Mannschaft verbessert, auch wenn das nicht in jedem Einzelspiel feststellbar ist.
Eine These wage ich mal: Es gibt einen Megatrend zur Entdifferenzierung. Gehört zur Kultur wesentlich die Bejahung von Differenzen und der Wille  zur Ausdifferenzierung, daß eben- zur Veranschaulichung- Wein aus Weingläsern getrunken wird und nicht aus Kaffeetassen und nicht gesagt wird: Getränk ist Getränk und Trinkgefäß ist Trinkgefäß, sodaß aus einem Trinkgefäß jedes Getränk, ob Limonade oder Bier getrunken werden könne, so erleben wir jetzt den Willen zur Entdifferenzierung!
Wo einst im theologischen Diskurs die Unterscheidung von wahrer und falscher Religion, von wahren und unwahren Aussagen das Bestimmende war, gilt jetzt die Tendenz zur Vergleichgültigung von allen Religionen. Theologische Aussagen gelten nicht mehr als wahr oder unwahr, sondern eben als Ausdruck eines bestimmten Denkens zu einer Zeit an einem Ort.
Wo einst zwischen Mann und Frau Geschlechtsunterschiede wahrgenommen wurden, zwischen Völkern ethnische Unterschiede und gar Rassenunterschiede, da nimmt man jetzt nur noch Menschen oder gleich eine unterschiedslose Menschheit wahr. Wo Menschen einst als unterschiedlich begabt wahrgenommen wurden, soll jetzt jeder als gleich talentiert gelten und allein die differente Förderung erbrächte dann die Unterschiede im Können.
Im Politischen distinguierte man zwischen Staatsbürgen und Nichtstaatsbürgern- diese Differenzierug gilt heute fast schon als rassistisch.
Im Bereich der Sexualität darf nicht mehr zwischen natürlich und widernatürlich gelebter Sexualität unterschieden werden.  Das ist homophob.
Es soll eben egal sein, ob ich katholisch oder evangelisch oder gar jüdisch bin- keiner dürfe von der "Abendmahlfeier" ausgeschlossen werden, wie auch jedes Paar heiraten darf, auch wenn es 2 Männer und 2 Frauen sind- und warum nicht auch eine Ehe zu dritt oder zu viert- denn Alles kann eine Ehe sein, wenn es nur mehrheitlich als Ehe anerkannt wird.
In jedem Gebiet ist so diese eine Tendenz erkennbar: Es soll keine Differenzen mehr geben- das Ideal ist eine uniforme Einheitswelt.
Und was ist mit denen, die nicht in so einer uniformen Einheitswelt leben möchten? Da wird dann noch die letzte Differenz aufgemacht, die zwischen Politisch Korrekten und den Rechten/Rechtspopulisten und  Fundamentalisten/Traditionalisten und wie all die Feindbezeichnungen dann auch lauten- aber es gibt nur einen Feind, den dieses Megatrendes zur Entdifferenzierung. Das ist eben wesentlich der Kampf gegen die Kultur, denn Kultur gibt es nur als in sich Differenziertes- wo Einheit herrscht, verschwindet sie im Einerlei des angeblich nur noch rein Menschlichen.   
 

Donnerstag, 19. April 2018

Alle sind Kinder Gottes und Atheisten kommen in den Himmel- Papst Franziskus Umsturz!

Papst Franziskus stürzt die gesamte Lehre der Kirche um. Ein wahrer Revolutionär!  Dazu wurde ein Gespräch des Papstes mit Kindern inszeniert. Ein Kind frug den Papst, ob sein verstorbener Vater im Himmel sei, obgleich er ein Atheist gewesen sei, aber er habe seine Kinder taufen lassen. So respondierte der Papst. (zitiert nach kath info vom 18.4. 2018:
"Papst Franziskus:  Könnten wir nur weinen wie Emanuele, wenn wir ein Leid in unserem Herzen tragen wie er. Er weinte um seinen Vater und hatte den Mut, es vor uns allen zu tun, weil in seinem Herzen die Liebe de Vaters ist. Ich habe Emanuele um Erlaubnis gefragt, seine Frage öffentlich zu wiederholen, und er hat mir sein Einverständnis gegeben. Deshalb sage ich sie. „Vor kurzem ist mein Vater gestorben. Er war Atheist, hat aber alle vier Kinder taufen lassen. Er war ein guter Mann. Ist Papa im Himmel?“
Wie schön, daß ein Kind von seinem Vater sagt: „Er war gut“. Ein schönes Zeugnis, das dieser Mann seinen Kindern gegeben hat, weil seine Kinder sagen werden können: „Er war ein guter Mensch“. Es ist ein schönes Zeugnis des Sohnes, der die Kraft des Vaters geerbt hat und auch den Mut gehabt hat, hatte den Mut, vor uns allen zu weinen. Wenn dieser Mann imstande war, solche Kinder zu zeugen, dann war er wirklich ein braver Mann. Er war ein braver Mann. Dieser Mann hatte nicht das Geschenk des Glaubens, er war nicht gläubig, aber er hat seine Kinder taufen lassen. Er hatte ein gutes Herz. Und er hat den Zweifel, daß der Vater, weil er nicht gläubig war, nicht im Himmel sei. Wer sagt, wer in den Himmel kommt, das ist Gott. Aber wie ist das Herz Gottes gegenüber einem solchen Vater? Wie ist es? Was meint ihr? … Gott hat ein Vaterherz. Und bei einem nicht gläubigen Vater, er imstande war, die Kinder zu taufen und ihnen diese Bravour zu geben den Kindern, denkt ihr, daß Gott imstande wäre, ihn fern von sich zu lassen? Denkt ihr das? … Laut, mit Mut…
Alle: Nein!
Papst Franziskus:  Läßt Gott Seine Kinder im Stich?
Alle: Nein!
Papst Franziskus: Läßt Gott seine Kinder im Stich, wenn sie brav sind?
Alle: Nein!

Ist das nicht eine wunderbare Inszenierung, um der katholischen Rechtfertigungs- und Heiligungslehre einen Todesstoß zu versetzen! Also, Papst Franziskus lehrt also, daß es zum Heil des Menschen ausreicht, ein braver bzw. guter Mensch zu sein! Das ist die Lehre des Pelagiansmus in Reinform! Es reiche für das Heil des Menschen, wenn er das an Positivem realisiere, was ihm nach dem Sündenfall von seiner Natur aus noch möglich ist an Gutem. Eine göttliche Hilfe oder gar Gottes Gnade sei zum Heile unnnötig! So faßt kathpedia   die Kernaussagen des Pelagianismus zusammen (Artikel Pelagianismus):
"Der Pelagianismus ist nicht in erster Linie ein theologisches Lehrsystem, setzt aber einige theologische Auffassungen voraus, die sich im Laufe der Zeit immer mehr akzentuierten:
  • Die Sünde Adams war demgemäss nur seine persönliche Schuld und konnte nur als Beispiel des Ungehorsams gegen Gottes Gebot negativ auf die Menschheit wirken. Der freie Wille des Menschen blieb unversehrt, und jeder Mensch kann auch nach dem Sündenfall aus eigener Kraft und freiem Willen die Sünde meiden.
  • Die Gnade, die Gott durch Christus schenkt, wird hauptsächlich verstanden als positives Beispiel eines christlichen Lebens, das die Christen eindringlich zu seiner Nachfolge in der Erfüllung der Gebote Gottes anspornt.
  • Die Taufe tilgt nur persönliche Schuld. Daher wird die Kindertaufe nicht als heilsnotwendig angesehen.
  • Die Sakramente und die Notwendigkeit des Gebetes werden abgewertet zugunsten einer sittlichen Leistung aus eigener Kraft."
So ist es dann auch folgerichtig, daß der Papst die Lehre von der Heilsnotwendigkeit der Taufe angreift.
"Papst Franziskus: [...] Wir alle sind Kinder Gottes. Alle, alle. Auch die Nicht- Getauften? Ja. Auch de, die an andere, ferne Religionen glauben, die Götzen haben? Ja, sie sind Kinder Gottes. Auch die Mafiosi sind Kinder Gottes? … Ihr seid nicht sicher … Ja, auch die Mafiosi sind Kinder Gottes. Sie ziehen es vor, sich wie Kinder des Teufels zu benehmen, aber sie sind Kinder Gottes. Alle, alle sind Kinder Gottes, alle. Aber was ist der Unterschied? Gott hat alle erschaffen, hat alle geliebt und hat allen das Gewissen ins Herz gelegt, um das Gute vom Bösen zu unterscheiden. Alle Menschen haben das. Sie wissen, nehmen war, was gut und gesund ist; auch die Menschen, die Jesus nicht kennen, die das Christentum nicht kennen, alle haben das in der Seele, weil das Gott dort hineinging.[...] Sind alle Menschen Kinder Gottes?..
Kinder: Ja!" (kath info am 18.4. 2018)
Und was bleibt da für das Sakrament der Taufe übrig, wenn in jedem Menschen in seinem Gewissen eingeschrieben ist, was gut und böse ist, und daß jeder dann auch das so Gesollte realisieren kann ohne göttlichen Gnadenbeistand? Der Papst sagt es klar und eindeutig:
"Aber als du getauft wurdest, ist in dieses Gewissen der Heilige Geist eingetreten und hat deine Zugehörigkeit zu Gott gestärkt und in diesem Sinn bist du mehr Tochter Gottes geworden, weil du Tochter Gottes wie alle bist, aber auch mit der Kraft des Heiligen Geistes, der hineingetreten ist."
Die Zugehörigkeit des Menschen wird durch die Taufe nur gestärkt, der Getaufte gehört nun mehr als die Ungetauften zu Gott, aber auch die sind Gottes Kinder, die, wenn sie nur das tuen, was ihr Gewissen ihnen sagt, als Gottes Kinder dann auch in den Himmel kommen! 
Die ganze Christliche Religion, die Kirche mit ihrer Lehre und den Sakramenten ist so völlig überflüssig für das Heil der Menschen und Jesus Christus? Auch überflüssig- denn allein das Gewissen und das sittliche Vermögen,das im Gewissen als gut Erkannte zu realisieren, reicht vollständig aus für unser aller Heil. 
Lehrte einst die Kirche: Außerhalb der Kirche kein Heil im Blick auf die Arche Noas, daß nur die in ihr die Sintflut überlebten, so lehrt jetzt der Papst, um im Bilde zu bleiben: Jeder hätte, wenn er nur geschwommen hätte, so die Sintflut überleben können! Nicht mal eines von der Arche zugeworfenen Rettungsringes hätte es bedurft, weil jeder kraft seines natürlichen Vermögens schwimmen könne und sich so hätte retten können. So erklärt dieser Papst das Evangelium, die Sakramente, die Kirche, ja Jesus Christus selbst für das Heil der Menschen als völlig überflüssig!   


 

Dienstag, 17. April 2018

Multikultivierung Deutschlands und Europas- Fragen dazu

Daß der Wille der Eurokraten die Überwindung der abendländischen Kultur (bzw vom dem, was jetzt noch übrig ist) und das Verschwinden der Völker beabsichtigen, kann nicht mehr weggedeutet werden. Deutschland schafft sich ab (Thilo Sarrazin) und wird auch abgeschafft. Aber warum und zu welchem Zwecke? 
1.Es könnte bezüglich Deutschlandes an eine antideutsche Intention denken, daß wir nach dem Endsieg über das sozialistische Lager 1990 unsere Aufgabe als Frontstaat gegen den Osten ausgespielt haben,sodaß nun alte Konzepte der Siegermächte, isb. der USA gegen Deutschland revitalisiert werden, daß es eben nicht reiche, Deutschland militärisch zu besiegen, sondern es müsse das Deutsche Volk entdeutscht werden, damit dieser "Gefahrenherd" endgültig verschwinde. (Die radicale Linke hat das dann auch so konzipiert im Jahre 1989: durch eine Multiethnisierung sollte das gefährliche Deutsche Volk aufgelöst werden- die Geburtsstunde der sich selbst als Antideutsche bezeichnenden Bewegung. Die wußte, daß Multikulti dem Deutschen schaden würde und darum traten diese Linken dafür ein: "Nie wieder Deutschland". Sie erwiesen sich so als Musterschüler der Umerziehung nach dem 2.Weltkrieg durch die westlichen Siegermächte.  Aber so erklärt sich nicht, warum alle Völker Europas so aufgelöst werden sollen, warum nun etwa Ungarn verteufelt wird, weil seine Regierung Nein sagt zur geforderten Selbstnichtung. 
2. Betrachtete man die Strategie der Auflösung der Völker Europas durch die Eurokraten im Rahmen des Gesamkonzeptes der Schaffung einer Neuen Weltordnung, in der es nur noch einen einheitlichen freien Weltmarkt geben soll mit einer Weltstaatsregierung, dann wäre die Auflösung der Nationalstaaten und der nationalen Kulturen etwa vergleichbar mit der Schaffung des deutschen Einheitstaates durch Bismarck als Überwindung der deutschen Kleinstaaterei, nur dann eher am französischen Modell des zentralistischen Staates orientert als am deutschen föderalistischen Modell. 
Die wesentlichere Differenz ist aber die zwischen der Schaffung der politischen Einheit eines Volkes, des Deutschen und der Erwirkung einer Einheitswelt, für die die völkkischen Einheiten aufzulösen sind. Die ökonomische Intention dieses Weltmarktes ist offenkundig: die Schaffung eines Eineitskonsumenten für die Massenproduktion. Die Massenproduktion setzt eben den vermaßten Menschen voraus, das ist der seiner kulturellen Identität verlustig Gegangenen, der jetzt nur noch kulturelle Konsumgüter erwirbt als Ersatz für seine einstige Lebenskultur.  Die Atomisierung ist dann nur die andere Seite der Heranbildung des Massenmenschen. Aber kann diese These die konkrete Politik der Multikultivierung begreiflich machen? Warum greifen dann jetzt Amerika, England und Frankreich militärisch Syrien an, nachdem das Konzept des Wegputschenlassens der syrischen Regierung durch oppositionelle Kräfte Syriens und durch den Islamischen Staat am Scheitern ist? Warum unterstützen da drei als eher conservativ als als links geltende Regierungschef faktisch die islamistische Opposition, deren Endsieg gewiß das Ende der christlichen Religion in Syrien bedeuten dürfte?
3. Die antichristliche Ausrichtung der Multikultivierung Europas darf so nicht übersehen werden. In England, Frankreich aber auch in Deutschand  wird die Islamisierung tatkräftig von den Regierenden unterstützt? Warum das? Noch befremdlicher: Die Katholische Kirche und der organisierte Protestantismus verstehen sich selbst als Geburtshelfer der Islamisierung Europas! In Deutschland wurde gar ein eigenes Zensurgesetz für die sozialen Medien erwirkt, um gegen zu radicale Islamkritker vorgehen zu können und  gegen die pollitische Korrektheit Verstoßende.  Welche Bedeutung hat diese antichristliche Intention?
Daß jetzt Amerikaner, Engländer und Franzosen die Assadregierung wegbomben wollen, um so der islamischen Opposotion zum Sieg zu verhelfen, wie man schon im Jugoslawienkrieg  schon die islamistischen Kämpfer Albaniens unterstützte. Die Entchristianisierung Europas scheint so eine beschlossene Sache. Kaum ein Tag, an dem nicht ein christlicher Theologe oder Kirchenvertreter davor warnt, das christliche Abendland etwa verteidigen zu wollen, wie die Gutmenschen das der Identitären Bewegung und Pegida und allen Rechten zum Vorwurf machen! Nein,hier wird schon vor der ersten Schlacht die Kapitulationsfahne gehießt. Warum? Was versprechen sich die Eurokraten von einem islamisierten Europa? Oder ist die Intention rein antichristlich? Liebhaber von Verschwörungstheorien sehen darin selbstredend den Beweis dafür, daß das Freimaurertum die treibende Kraft der Entchristlichung sind.
4. Das Ideal der Schaffung eines Welteinheitsmarktes auch für die Ware Arbeitskraft ist ein Produkt liberaler Ideologie. Aber das Faktum, daß nun zu Hauf unqualifizerte Arbeitskräfte nach Deutschland einwandern in die Sozialsysteme (wie es der Schriftsteller Tellkamp sagte) und 95 Prozent dann von der staatlichen Sozialhilfe leben wollen, das kostet so viel Steuergeld, daß es auch der Wirtschaft nur schadet. Trotzdem verlangt sie im Bunde mit den Gewerkschaften und Kirchen eine Prolongierung der Politik der offenen Grenzen- auch oder weil das der Ruin Deutschlands ist und das nicht erst nur in ferner Zukunft. So schadet sich die Wirtschaft selbst, indem sie ihre eigene Ideologie zu ernst nimmt. 
5. Könnte es sein, daß das Konzept der Multiethnisierung und Multikultivierung auch und vielleicht sehr viel mit der Dekadenz Europas zu tuen hat, oder gar der Dekadenz des "Weißen Mannes"? Daß man alt geworden ist als Europäer und Amerikaner, des Lebens überdrüßig nun den eigenen Untergang wollend? 
Reichen diese 5 Gesichtspunkte aus, um das Phänomen des Willens zur Auflösung der Völker Europas zu verstehen, auch den Willen zur Nichtung der abendländischen Kultur?