Donnerstag, 19. Oktober 2017

Alle Religion gleichgültig- die Liebe allein zählt!

Woran erkennt man, daß ein Mensch "aus Gott geboren" ist, Gott kennt, ein Kind Gottes ist? Christian Lutsch (Adveniatkalender 18.10.2017) gibt uns darüber eine klare Auskunft: "Woran werden Gottes Kinder erkannt? Am Namen der Kirche,der Konfession oder Religion[...]?". Mitnichten, sondern allein daran, daß sie Liebe untereinander haben. So gilt, daß es gleichgültig sei,ob wer Katholik, Moslem, Buddhist oder gar Atheist ist, denn die Liebe allein zählt.
Das soll nun die Auslegung von 1.Johannes 4,7 sein:
"Ihr Lieben, lasst uns einander lieb haben; denn die Liebe ist von Gott, und wer liebt, der ist von Gott geboren und kennt Gott." So wird die christliche Religion, ja jede Religion als gleichgültig deklariert, denn es käme ja allein auf die praktizierte Nächstenliebe an! Exegetisch ist der Text klar: Das "Untereinander" bezieht sich auf die johanneische Gemeinde und angesprochen werden Gläubige der Gemeinde, denen der Vorwurf gemacht wird, gar nicht oder zuwenig die Mitchristen zu lieben. Daß aber jeder Mensch, egal, ob er gläubig oder ungläubig ist. ein Kind Gottes sei, diese Aussage ist unvereinbar mit der Gesamtaussage des Johannesevangliums und den Briefen: Nur die Christgläubigen gelten als Kinder Gottes. Dogmatisch formuliert: Aber dieser Glaube, der uns zu Kindern Gottes macht, ist nur der wahre Glaube, wenn er sich lebendig erweist in den Werken der Nächstenliebe.
Erstaunlich ist nun, daß die reformatorische Theologie, daß allein der Glaube rechtfertige, mit Luther sogar explizit gegen die Lehre des Jakobusbriefes, daß nur der in Werken der Liebe tätige Glaube den Menschen vor Gott rechtfertige, vertreten,  in dieser Auslegung  für völlig überflüssig erklärt wird, weil es nun nur noch auf die Werke der Liebe ankäme. Die könne gar ein Atheist vollbringen und so sei er ein Kind Gottes, das Gott erkannt hat, obzwar er Atheist ist.  
Wenn das Luther hätte lesen müssen, selbst dem Pelagius, dem Gegner der augustinischen Gnadenlehre, wäre das zu viel gewesen- aber unser Adventistenpastor ist begeistert:"Hier ist nicht nur von bekennenden Christen die Rede!" Nein, der Glaube, das christliche Bekenntnis sind einfach gleichgültig. Und Luther nur ein einziger Irrtum, weil er den christlichen Glauben für heilsnotwendig hielt.
Das ist das Gutmenschentum pur, politisch korrekt jede Religion für überflüssig bzw für gleichgültig zu erachten, das ist die Religionswürdigung, die ideal zur Multikultiideologie paßt. Darum wird sie ja auch und nur darum so leidenschaftlich vertreten.     

Zusatz:
Von dem einem Extrem: "nur der Glaube allein" in das annder: "nur die guten Werke  allein"...so taumelt, wer die goldene Mitte nicht kennt von einem Extrem in das andere.     

Mittwoch, 18. Oktober 2017

Geschichte- sinnlos?

"Das Christentum hat nie gelehrt, dass die Geschichte einen Zweck habe. Sondern ein Ende." Nicolas Gomez Davila, Es genügt, dass die Schönheit unseren Überdruss streift...Aphorismen,2017, S.117.
Lesen wir die Bibel doch einmal als einen Roman, in dem essayistische Einschübe und Briefe mitaufgenommen worden sind, beginnend mit dem 1.Kapitel: Wie kam es, daß Geschichte sich ereignete bis zum letzten, der Johannesoffenbarung vom Ende der Geschichte, dann soll all das da Erzählte keinen Sinn bzw. Zweck in sich tragen? 
Regiert nicht Gott selbst die Geschichte, daß es eine überhaupt gibt und daß sie ihr Ende im göttlichen Endgericht finden wird? Sollte man das etwa so verstehen, daß durch einen nicht von Gott gewollten Sündenfall des ersten Menschen die Unheilsgeschichte ihren  Anfang nahm, daß Gott zwar immer wieder dagegen steuerte, daß es aber eine sinnlose und zwecklose Geschichte bleibt, bis daß dann Gott ihr ihr Ende setzen wird?   
Hätte Gott mit der Setzung der Schöpfung aufgehört, sich um sie zu kümmern, um sie dem freien Spiel der Geschöpfe zu überlassen, wäre das vorstellbar. Aber Gott ist doch, um in diesem Bilde zu verharren, der Regisseur des Welttheaters.Wenn es ein Theater ist, dann hat es in sich auch einen Sinn und Zweck. Dieser mag uns, so lange wir im Glauben und noch nicht im vollständigen Erkennen leben, verborgen sein,aber gerade das gibt uns ja die Möglichkeit, daß wir an einen Sinn der Geschichte glauben können. Sähen wir ihn schon, könnten wir nicht mehr an ihn glauben. 
Fragen wir einmal anders: Könnte es Heilige geben, wenn sie sich nicht in Versuchungen zu bewähren hätten, Helden, wenn sie nicht gegen Schurken zu kämpfen hätten etc....Was wäre der Mensch ohne eine Geschichte? Wäre er dann ein Mensch? Wenn es Positives geben soll, dann verlangt das eine Geschichte, in der sich das Positive als Verneinung des Negativen hervorbringt. Ist die Menschheitsgeschichte gerade deshalb mit so vielem Negativen erfüllt, daß man meinen könnte,daß sie zweck- und sinnlos sei, damit Gutes in ihr entstehen kann aus der Konfrontation mit dem Negativen?    

Dienstag, 17. Oktober 2017

Auf daß der Islam wachse in Deutschland! Das ZK schlägt wieder zu!

"ZdK-Präsident Thomas Sternberg meint gegenüber der „Passauer Neuen Presse": "In einer multireligiösen Gesellschaft kann in Gegenden mit hohem Anteil an frommen Muslimen ein islamischer Feiertag hinzukommen, ohne dass die christliche Tradition unseres Landes verraten würde – das geschieht viel eher in der Umgestaltung des Nikolaus zum Weihnachtsmann." (
(Kath net 17.10.2017)
Einst gehörte es zur Aufgabe der Theologie und der Kirche, die wahre von den falschen Religionen zu unterscheiden, um den Wahrheitsanspruch  der christlichen Religion zu legitimieren. Die unwahren Religionen dienten dann als Anknüpfungspunkt für die christliche Mission, denn in jeder Religion ist auch ein Moment der Wahrheit enthalten, sonst wäre sie gar keine Religion (etwa daß ein Gott ist, daß der für das Wohlergehen der Menschen zuständig ist- um es etwas salopp zu formulieren), aber sie erwiesen sich in der Missionspraxis eben auch als Hindernis, daß die Gläubigen in ihr verharren wollen.
Aber was nun? Auf die Mission verzichtet die Kirche seit dem 2.Vaticanum, der Protestantismus hat ebenso jede Missionstätigkeit eingestellt. Nicht nur die Judenmission wird abgelehnt,  sondern faktisch jede. Das Konzept des Dialoges der Religionen hat das der Mission vollständig ersetzt. Die Frage nach der Wahrheit der Religionen, sind alle gleich wahr oder ist zwischen der wahren und den unwahren zu distinguieren, ist auch ad acta gelegt zugunsten der rein pragmatischen, wie das Verhältnis der Religionen untereinander um des friedlichen Miteinanders willen zu gestalten sei.
Galten die falschen Religionen der vokonziliaren Kirche als etwas, das nicht sein soll um der Wahrheit willen und um des Heiles der Menschen willen, sodaß sie nur von der Kirche toleriert wurden, so gelten nachkonziliar die anderen Religionen jetzt als etwas Positives. Jede Religion ist gut und jeder kann in jeder selig werden.
Aber bei dieser Toleranz blieb es nicht. Jetzt sieht die Katholische Kirche es gar als ihre Aufgabe an, die anderen Religionen zu fördern! Ja, das Laien-ZK der Katholischen Kirche zeigt hier couragiert Flagge. Ganz politisch korrekt finden sie einen oder auch noch mehr? islamische Feiertage für Deutschland gut. So soll eben die islamische Religion gefördert werden.
Eine Gefährdung der christliche Tradition sieht das ZK natürlich durch die Einführung von islamischen Feiertagen nicht. Nein,die Islamisierung Deutschlands gefährdet nicht die christlichen Traditionen in Deutschland. Jedes islamisch dominierte Land beweist zwar das Gegenteil- man frage mal nach dem christlichen Leben in der Türkei oder in Pakistan nach- aber solche Realitäten kümmern das Laien- ZK nicht, denn das glaubt unerschütterlich an den guten, friedfertigen und humanen Charakter des Islam. Und so soll der Islam eben auch in Deutschland erblühen, wie er jetz schon in der Türkei alles überwuchert unter Erdogan.
Nebenbei: In christlichen Traditionen kennt das ZK sich auch nicht besonders aus, denn sonst wüßte sie, daß der Nikolaus (6.Dezember) und der Weihnachtsmann (24.Dezember) ganz Verschiedene sind und es auch nirgends außer im ZK zu Verwechslungen von diesen Beiden kommt- oder welchem Kinde bringt der Nikolaus zu Weihnachten Geschenke und der Weihnachtsmann zum 6.Dezember?Aber Sachkenntnisse stören eben nicht nur im Laien-ZK der Urteilsbildung!

Corollarium 1
Das Laien-ZK scheint sich in Analogie zum Parlament als Kontrollorgan der Regierung als Kontrollorgan und Kritikinstanz dem Klerus der Kirche gegenüber zu verstehen, als organisierte Opposition zum Klerus, wie ein Betriebsrat dem Unternehmer gegenübersitzend. Schon daraus generiert sich wohl der Oppositionsgeist der Laien der Leitung der Kirche gegenüber. Man ist  als Laie sozusagen prinzipiell oppositionell gestimmt. Das große Vorbild ist ihnen eben die Rotte Korach (4.Mose 16)

Corollarium 2
War einst das Ziel der Kirche die Überwindung der Mutireligiösität im Namen der einen wahren Religion, so ist das höchste Ziel jetzt, daß Multikulti lebe und aufblühe!  
  
    

Montag, 16. Oktober 2017

'Unser Missions-Wille und unsere Missions-Kraft sind schwach geworden'


 „Wer Ziele proklamiert, die nicht direkt der Gesellschaftverbesserung dienen, mag gegenwärtig mancherorts auf Unverständnis stoßen – nicht nur außerhalb der Kirche.“ Auf Kath ist (16.10. 2017) dankenswerter Weise die Predigt des Kardinales Cordes am Missionssontag wiedergegeben worden. 

Hier nun ein paar ergänzende Worte zu dieser Causa: 
Pointiert ausgedrückt: Wenn es um "Brot für die Welt" geht ist das Engagement der Katholischen Kirche wie der EKD geradezu vorbildlich, aber wenn es um das "Brot zum ewigen Leben" geht, da herrscht Flaute. Eigentlich hätte Jesus Christus, statt Gründonnerstag das kirchliche Meßopfer einzusetzen mit dem Wunder der Wandlung von Brot und Wein in den Leib und das Blut Christi als Medizin zur Unsterblichkeit besser ein immer wieder wiederholbares Wunder der Brotvermehrung als Zentrum seiner Kirche einsetzen sollen. Denn Brot braucht die Welt. 
Die Frage nach dem Seelenheil, die nach einem möglichen Leben nach dem Tode, nach Sünde und Vergebung....irgendwie nicht mehr en vogue. Mit "Brot für die Welt", das "Brot zum ewigen Leben" überlassen wir den Spatzen (frei nach Heinrich Heine) paßt sich eben die Kirche der Nachfrage der Welt an. Politisch anspruchsvoller formuliert: Die Kirche unterstützt allerlei Weltbeglückungsprogramme, wie alle Menschen zu einer hinreichenden Versorgung mit den materiellen Gütern des Lebens  zu verhelfen ist und überläßt alles andere dem"lieben Gott".  
Wenn noch nach dem ewigen Leben gefragt wird, dann bekommt man die beruhigende Antwort, daß jedem Menschen, egal wie er es zu Lebzeiten mit der Religion hielt, dies Leben von Gott gratis geschenkt bekommt, aber nur sofern er das auch sich wünscht. Gott dränge seine Geschenke Niemandem auf. 
Wesentlicher sei nun aber die Sorge um das diesseitige prämortale Leben, daß eben jeder Mensch ein Anrecht darauf habe, auf Erden gut zu leben. Darum sei die wesentliche Aufgabe die Sorge der Kirche um die Magenbedürfnisse der Menschen. Die Seele sei dem Menschen ja primär nun dazu gegeben, diese Körperbedürfnisse optimal zu befriedigen- von der Erfindung des Kochbuches bis zum Ideal einer gerechten Welt, in der alle so wohlhabend leben wie die Besserverdiener in Deutschland.  Dazu beizutragen, ist die Aufgabe der Kirche. 
So ist auch das eigentliche Heilswerk Christi das seiner Brotvermehrungen, durch die er die Kirche in seine Nachfolge ruft: Gebet der Welt Brot!  Nur wurde der Erlöser da dann arg mißverstanden, als ginge es Jesus nicht in erster Linie um das Brot, also um die wirklichen Bedürfnisse der Menschen. Jesus war so der erste wirkliche Materialist und dem folgt nun die Kirche. Und darum kann und darf die Mission auch nichts anderes mehr sein als : "Brot für die Welt".    

P.S. Ähnlichkeiten zum Kirchenreformprogramm des Großinquisitors (Dostojewski) ergeben sich rein zufällig.   

Corollarium 1
Die Voraussetzung dieses Wandels vom "Brot zum ewigen Leben" zum "Brot für die Welt", von der Mission zur Sozialdiakonie ist die Dominanz der materialistischen Philosophie, die
in der Anthropologie angewandt dazu führt, im Körperlichen das Eigentliche des Menschen zu sehen, der nur eine "Seele" mit cognitiven Vermögen entwickelt habe, damit sie die Befriedigung seiner Körperbedürfnisse optimiere. 
"Seelische Bedürfnisse" seien dagegen da nur Ersatzbedürfnisse für unbefriedigte Körperbedürfnisse. Einfacher gesagt: Wenn das Körperbedürfnis das nach Sex ist, spiritualisiert die Seele dies Bedürfnis, wenn es nicht realiter befriedigt werden kann, in den Wunsch, Liebesromane zu lesen. 
Wer nicht jeden Tag gut essen kann, sucht für sein Mangelleben einen "spirituellen" Sinn, aber "Brot für die Welt" schafft die Frage nach dem Sinn des Lebens aus der Welt, wenn erst alle genug zu essen haben. Darum wird die Politik zum Ersatz für die Religion, weil sie nun die Aufgabe übernimmt, die Welt zu erlösen durch "Brot für die Welt". 

Sonntag, 15. Oktober 2017

Einheit der Menschheit und die Kirche: Alles gleichmachen

In Lumen gentium (2.Vaticanum) lesen wir: "Da aber die Kirche in Christus gleichsam das Sakrament bzw. Zeichen und Werkzeug für die innigste Vereinigung mit Gott und für die Einheit des ganzen Menschengeschlechtes ist".
Daß die Kirche hier als Sakrament, bzw. gleichsam als ein Sakrament qualifiziert wird, soll nun nicht im Mittelpunkt dieser kurzen Notiz zu dieser Aussage des 2. Vaticanums stehen, sondern daß die Kirche das  oder ein Werkzeug für die Einheit des ganzen  Menschengeschlechtes hier behauptet wird. Das "für" meint dabei, daß die Einheit der Menschheit noch nicht ist, sondern daß sie erst durch die Kirche hervorgebracht werden soll. 
Das muß uns irritieren, ist doch die Einheit der Menschheit a) fundiert darin, daß unser aller Mutter Eva und unser aller Vater Adam ist und daß wir b) alle eins sind in der Ursünde Adams. In ihm haben wir alle gesündigt, wie der Apostelfürst Paulus im Römerbrief das expliziert. Diese Einheit ist der Menschheit vorgegeben, bevor sie als Subjekt der Geschichte der Menschheit auf der Weltbühne auftrat. 
Diese Einheit ist aber nun kein Einerlei, sondern Gott gliederte die Menschheit auf in Rassen und Völkern und noch basaler in die der Dualität von Mann und Frau. Diese innere Differenzierung auflösen zu wollen, wäre so eine Rebellion wider Gottes Ordnung der Menschheit in Rassen und Völker.
Meint nun diese Aussage von Lumen Gentium, daß die Ursprungseinheit der Menschheit durch diese Binnendifferenzierung verloren gegangen ist, sodaß die Aufgliederung der Menschheit in Rassen und Völkern zu negieren sei und daß das die Aufgabe der Kirche sei?
Dann würde die Gnadenordnung in der Kirche die Naturordnung nichten! Das sei ferne: Eingedenk der Einsicht, daß die Gande die Natur nicht zerstört sondern vollendet, das ist der wichtigste Grundsatz der Katholischen Gnadenlehre, kann es nicht die Aufgabe der Kirche sei, die Schöpfungs- und Naturordnung der Rassen und Völker zu nichten, um eine Menschheitseinheit hervorzubringen. 
Aber wesentlicher ist noch dieses: Indem Gott das Volk Israel erwählte, erwählte er all die anderen Völker nicht. Gott setzt die grundlegendste Diferenz in die Menschheit hinein, indem er durch sein göttliches Erwählen die Differenz setzt zwischen dem einen erwähltem und den anderen nichterwählten Völkern! Die Geschichte des Bundes Gottes mit seinem erwählten Volke ist gerade das Ringen um die Bewahrung dieser Differenz, daß Israel sich nicht heidnisiere, sondern als erwähltes Volk sich absondert von den anderen um so in seiner Besonderheit zu leben, daß es eben nur seinen Gott anzubeten und zu verehren hat und daß es sich fern zu halten hat von allen heidnischen Göttern. 
Der neue Bund in Jesus Christus prolongiert nun diese Differenz, nun aber als die zwischen den Christgläubigen in der Kirche und den Nichtgläubigen. Nicht schafft die Kirche eine Einheit der Menschheit sondern sie entzweit die Menschheit in Christusgläubige und Nichtgläubige. Die Johanneische Theologie begreift das als die Grunddifferenz zwischen den Menschen, die aus der Welt sind und gemäß ihr leben, und denen, die nicht aus dieser Welt sind (weil sie durch  das Sakrament der Taufe von oben, vom Himmel neu geboren sind.), sodaß  nun der Konflikt zwischen Welt und Kirche das die Geschichte der Menschheit bestimmende Moment ist. 
Aber gibt es dann nicht am Ende der Geschichte ein Happy End, auf das die Menschheit im Laufe der Geschichte Schritt für Schritt sich hochentwickelt? Mitnichten: Am Ende der Geschichte wird das Endgericht Gottes sich ereignen mit der endgültgen Zerreißung der Einheit der Menschheit in den Teil, der im Reiche Gottes ewig leben wird und den Teil, der zum ewigen Sein in der Hölle verurteilt wird. Diese Differenz ist nun als ewige gedacht.Man denke an die Erzählung vom armen Lazarus, wo der Reiche postmortem zum ewigen Abgetrenntsein von Gott und von denen, die bei Gott sind, verurteilt ist. Nicht eine Einheit der Menschheit erbringt das Ende der Geschichte der Menschheit, sondern die endgültige Scheidung. Fängt die Geschichte der Menschheit mit der ersten Tat, dem Brudermord an, Kain tötet seinen Bruder Abel, so endet sie mit der endgültigen Scheidung zwischen denen, die im Himmel ewig leben werden und denen, die zur Hölle verdammt sind. 
Wenn es dann noch eine Einheit der Menschheit gäbe, wie sollte ein einziger im Himmel glücksselig sein können, wüßte er Brüder und Schwestern, Mitmenschen also ewig in der Hölle?
Wer aufmerksam Lumen Gentium liest, der kann sich aber leider nicht des Eindruckes erwehren, daß dieser Text unter der Einheit der Menschheit einfach die ökonomisch-politische Tendenz zu einer Einheitswelt unter einer Weltregierung versteht, die vernünftige Weltrepublik (Kant), die kommunistische Einheitswelt (Marx) oder den globalisierten Kapitalismus (die Utopie des Liberalismus), alles aber Einheitskonzepte, die die Schöpfugsordnungen Gottes negieren wollen und gerade die Differenz von Kirche und Welt, und somit auch die Differenz der wahren Religion zu den falschen! 

Corollarium 1
Im heutigen Ja des Papstes Franziskus zur Masseneinwaderung von Flüchtlingen nach Europa realisiert dieser Papst so die Leitidee von Lumen Gentium, eine Einheitsmenschheit zu schaffen, in der die göttliche Ordnung der Rassen und Völker aufgelöst wird.          
    
 

Samstag, 14. Oktober 2017

Über das Verschwinden der kritischen Öffentlichkeit- Thesen

Was ist eigentlich Öffentlichkeit? J. Habermas legte dazu schon vor langem den Klassiker: "Strukturwandel der Öffentlichkeit vor, in die aktuelle Debatte führt Thor von Waldstein ein mit einem vortrefflichen Referat:"Macht und Öffentlichkeit"- auf Youtube anschaubar und mehr als empfehlenswert. 
Der Verfasser erlaubt sich hier ein paar Randnotizen zu dem, was ist Öffentlichkeit? als Fragment zu publizieren in Ermangelung einer angemessenen Theorie über die Öffentlichkeit als bestimmte Diskursordnung. (Zu vergleichen wäre M. Foucault: Die Ordnung des Diskurses)

These 1: 
Als Öffentlichkeit im kulturell/politischen Raum ist der Diskurs des Bürgertumes zu Zeiten der Vorherrschaft des Adels und des Klerus zu verstehen zur Etablierung der neuen Herrschaft des Bürgertumes gegen Monarchie und Klerus. Es ist das Forum des Kampfes gegen das Thron- und Altar-Bündnisses der Konstantinischen Epoche. Im Namen der Vernunft wird die Irratationalität dieses Herrschatsbündnises kritisiert. Der Bürger, sich als Mensch der Vernunft verstehend will sich aus dieser Bevvormundung emanzipieren. Die Presse, der Salon und das Kaffeehaus, die Clubs und die Logen werden der Ort dieses kritischen Diskurses, in dem allein das Argument zählen soll.
Habermas wird darin eine Spur seines Ideales des herrschaftsfreien Diskurses finden.

These 2 
Mit der Durchsetzung der bürgerlichen Ordnung, der letzte Sieg war die Nichtung der drei christlichen Monarchien Österreichs, Deutschlands  und Rußlands im und nach dem 1.Weltkrieg, verlor diese bürgerliche Öffentlichkeit ihre eigenste Aufgabe, die der Kritik der Ordnung der Konstantnischen Epoche. Sie übernahm nun die Funktion der Apologetik gegen die Kritik von Links, die im Namen der Arbeiterklasse die Aufhebung der bürgerlichen Ordnung verlangte. Die Oktoberrevolution war der erste Sieg dieser neuen antibürgerlichen Ordnung. 

These 3 
Nach der gelungenen Integration der Arbeiterklasse in den Kapitalismus durch das Konzept der Sozialen Marktwirtschaft und der Nichtung der sozialistischen Staaten nach 1989 setzte sich die bürgerliche Ordnung als die einzige durch. Da es nun weder im kulturell politischen Sinne relevante Aristokratien noch einen herrschenden Klerus mehr gibt noch eine politisch geführte Arbeiterklasse als Angriff auf das Bürgerliche, löste sich das Bürgerliche selbst auf, weil es die zu seinem Sein notwendigen Antipole nicht mehr gibt. (Zur Veranschaulichung: Frauen gibt es nur, weil es Männer gibt, gäbe es die nicht, wären die Frauen nur noch Menschen, das Frausein dabei ablegend)
Aus dem Bürger als Kommunikator der bürgerlichen Öffentlichkeit wird so der Konsument des kommerziell produzierten Diskurses der Medienwelt. Das Gesetz von Angebot und Nachfrage bestimmt das, was wie kommuniziert wird. Kommunikationsgehalte werden zu Waren auf dem freien Markt der Diskurse. Das Wahre geht unter in diesem Warencharakter

These 4
Bestimmte einst die christliche Religion als öffentliche, was wie öffentlich kommuniziert werden darf, so war die bürgerliche Öffentlichkeit die Kritik dieser Ordnung, die nun selbst wiederum nicht etwa eine Anarchie der Diskurse eröffnete (das alles erlaubt sei, wie es der radicalste Flügel dieser Kritik als anarchistisch-nihilistischer forderte) sondern eine neue Ordnung. Diese neue Diskursordnung wird nun im Namen der Politischen Korrektheitsideologie errichtet. In dieser Ordnung darf nur noch kommuniziert werden, was politisch korrekt ist. 
Wir erleben jetzt ein Interregnum, in dem sich die letzten Reste der Diskursordnung der Konstantnischen Epoche auflösen, die Diskursordnung wird völlig säkularisiert und der bürgerliche Diskurs, seiner kritischen Funktion entledigt, betreibt nur noch die Affirmation des Bestehenden und die Kritik aller Kritik des Bestehenden.  
Da das Bestehende sich entwickelt hin zu der einen globalisierten Einheitswelt, verstehen sich die affirmativen Medien als Apologeten dieser Globalisierungsmodernisierung. 
Zur apologetischen Funktion gehört, daß, wenn der Staat für das "Brot" für all als Sozialstaat sorgt, daß die Medien als Primärkommunikator "Spiele" den Konsumenten bieten, damit er ruhig gestellt wird mit "Brot und Spielen". 
Da es aus Sicht der Herrschenden zu viele unkontrollierte Medien gibt , isb durch das Internet, ist der Kampf um die Zensierung dieses Mediumes eine Vorangaufgabe der Politik. Siehe die Kampagnen gegen Facebook und andere Medien, daß in ihnen die Meinungsfreiheit mißbraucht würde, weil man sich da zum Teil der Zensur durch die Politische Korrektheit entzöge. 
  

Freitag, 13. Oktober 2017

Christ und Vegetarier?

Daß es Christen gibt, die Vegetarier sind, ist uns ein so selbstverständliches Phänomen, daß darüber kein Gedanke verschwendet wird, es sei denn ein von missionarischem Eifer Beflügelter erklärt, daß auch ich gefälligst mich vegetarisch zu ernähren habe. 
Religion und Ernährung? Gab es da mal nicht einen Diskurs über reine und unreine Speisen, was man als Gottesfürchtiger zu essen habe und was nicht und daß zu bestimmten Zeiten man sich in Speis und Trank einzuschränken habe?
Die hl. Schrift gibt uns zum Thema des Vegetarismus nun erstaunlich eindeutige Auskünfte. Im Noahbund (1.Mose 9,1-17) lesen wir: "Alles Lebendige, das sich regt,soll euch zur Nahrung dienen." (V.3)Das hat Folgen: "Furcht und Schrecken vor euch [den  Menschen] soll sich auf alle Tiere der Erde legen, auf alle Vögel des Himmels, auf alles, was sich auf der Erde regt, und auf alle Fische des Meeres; euch sind die übergeben." (V2) Auch wenn dann noch eine Einschränkung erfolgt, daß kein Fleisch gegessen werden darf, in dem noch Blut ist, so ist diese Bestimmung des Noahbundes doch eindeutig eine Absage an jeden Vegetarismus. Die ganze Tierwelt hat Gott für den Menschen bestimmt, daß sie ihm zur Nahrung diene. 
Im Neuen Testament wird dies auch noch explizit konfirmiert.Gott sagt zu Perus in einer Vision:"Schlachte und iß" (Apg 10, 13) Im Hintergrund stehen Spannungen im Urchristentum ob der differenten Speisevorschriften zwischen Juden- und Heidenchristen. Gott sagt da zu Petrus: Alles ist rein, und erkläre du nun nicht bestimmte Fleischspeisen für unrein. Dieser Appell ist selbstredend nicht exclusiv an Petrus gerichtet, wie etwa Jesu Anforderung an Petrus: Weide du meine Schafe!.Durch diese göttliche Vision wird geklärt, daß Gott alle Speisen für rein erklärt, sodaß damit jedes Verbot des Fleischessens ausgeschlossen ist. 
Wie kann man nun als Christ Vegetarier sein angesichts dieser klaren Gebote Gottes. Ja, es gibt sogar Orden, die sich rühmen, ganz auf jeden Fleischgenuß zu verzichten, wie ewa die Kartäuser. Bei ihnen heißt es:  " Statuten des Kartäuserordens hat geschrieben:Gemäß dem von unseren ersten Vätern eingeführten und stets mit ausgezeichnetem Eifer bewahrten Brauch haben wir den Genuß von Fleisch von unserer Lebensweise gänzlich ausgeschlossen. Diesen Verzicht auf Fleisch sollen wir beobachten als ein charakteri­stisches Merkmal unseres Ordens und ein Zeichen eremi­tischer Strenge. Und mit Gottes Hilfe wollen wir auch weiterhin daran festhalten." (zitiert nach: Vegetarische Ernährung in Klöstern-Kreuzgang)
Widerspricht das nicht der Anordnung Gottes, sowohl dem Noahbund als auch der Anordnung Gottes für den Neuen Bund: "Schlachtet und ißt"? Offensichtlich! Bisher konnte mir kein Christ, der vegetarisch lebt, in irgendeiner Weise plausibel machen, wie dieser Vegetarismus mit Gottes Geboten in Einklang zu bringen ist.
Fragwürdige Begründungen bekam ich stattdessen aufgetischt. Etwa: A) Fleischessen sei für den Menschen ungesund. Das kann aber nicht stimmen, denn wenn das wahr wäre, hätte Gott niemals im Noahbund alle Tiere als Nahrung für den Menschen bezeichnet. B) Einige meinen, daß unser hoher Fleischkonsum in der 1.Welt schuld sei am Hunger in der 3.Welt. Diese Meinung verkennt völlig, daß es Hunger nicht auf der Erde gibt, weil es zu wenig Nahrungsmittel gibt, es wird genug produziert und es könnte problemlos noch mehr produziert werden, sondern weil es Regionen gibt, in denen Menschen nicht über genügend Kaufkraft verfügen, um die Nahrungsmittel bezahlen zu können. Die Wirtschaft produziert nicht für den Bedarf der Menschen sondern in Hinsicht auf die Nachfrage auf dem Markt, das ist das, wozu Kaufkraft vorhanden ist. C) Daß die Fleischherstellung umweltbelastend sei, ist wohl auch eine Fabel, wenn man nicht davon absieht, daß jede Produktion die Umwelt belastend ist. D) Es bleibt dann die Meinung, daß der Mensch Tiere nicht töten dürfe- aber da widerspricht Gott eindeutig im Noahbund wie dann auch für den Neuen Bund. 
Wollte man nun aber die Fleischabstinenz als Fastenopfer bezeichnen, und dafür spricht einiges, dann darf aber der Christ sich des Fleischessens nicht enthalten an den Tagen, wo er nicht fasten darf: z.B. am Ostersonntag. Schon ein Fasten an Sonntagen auch in der Fastenzeit ist problematisch. 
Seltsam, Christen leben vegetarisch, gar ganze Orden, wie die Kartäuser, aber ohne eine klare theologische Begründung! Man praktiziert das einfach, weil man das gut findet! Ob das auch Gott gefällig ist?


Donnerstag, 12. Oktober 2017

Deutsch neu defnieren -M. Käßmann

Die Worte und Begriffe, sie verlieren ihre scheinbare Eindeutigkeit. Einst hatten wir in Deutschland aus Sicht der Regierenden zu viele "Arbeitslose"; das könnte die Wahrscheinlichkeit einer Wiederwahl beeinträchtgen. Also muß das Problem der Zuvielen gelöst werden. Wie? 
Naive, noch in dem Denken der Moderne Verpflichtete sehen das so: Da gibt es ein Problem im Realleben, daß es zuviele Menschen ohne eine Erwerbstätigkeit gibt. Präziser formuliert, ist das aber nicht das Problem, sondern das politische Problem ist das, daß dies Zuviel an Arbeitslosen der Regierung als Mangel an gutem Regieren bewertet wird. Ergo: Die Zahl der Arbeitslosen muß durch politische Maßnahmen reduziert werden: Arbeitslose Menschen müssen wieder eine Arbeit bekommen.
Aber ein Postmoderner beurteilt und händelt das ganz anders. Er frägt: Wie wurde bis jetzt ein "Arbeitsloser" definiert und wie kann diese Definition geändert werden, sodaß es weniger gibt. "Arbeitslose" gibt es nämlich gar nicht in der objektiven Realität sondern nur in der sozial konstruierten "Wirklichkeit", das ist in der öffentlichen Meinung. (Josef Seifert verkennt unser Leben in der Postmoderne, indem er in seinem Buch: "Unbezweifelbare Wahrheitserkenntnis. Jenseits von Skeptizismus und Diktatur des Relativismus" an der Erkennbarkeit der Wirklichkeit an sich, wie sie objektiv ist, festhält, und dabei verkennt, daß dem Postmodernen das einstige Abbild der Realität, die öffentliche Meinung zu der einzig relevanten Wirklichkeit geworden ist.)
Also wird der "Arbeitslose" neu definiert: Arbeitslos ist nur, wer eine Arbeit sucht, ohne eine zu besitzen. Ist also ein "Arbeitsloser"  krank geschrieben, ist er, solange er krank geschrieben ist, kein Arbeitssuchender und wird so nicht als "Arbeitsloser" gezählt. Wenn ein "Arbeitsloser" an einer Weiterbildungsmaßnahme des Arbeitsamtes teilnimmt, sucht er während der Teilnahme nicht nach einer Arbeit: Also zählt er nicht als "Arbeitsloser". 
So ereignet sich die politische Lösung des Problemes der zuvielen Arbeitlosen durch eine Neudefinition des "Arbeitslosen" in der Postmoderne.
Frau Käßmann sieht nun auch ein Problem, daß es zuviele gibt, die in Deutschland leben, aber keine Deutschen sind. Genau genommen ist das für die Ex-EKD-Vorsitzende und Rasseforscherin kein Problem, aber es gibt eben Deutsche, die darin ein Problem sehen. Die wählen dann auch die AfD. Das ist nun ein Problem für Frau Käßmann. Da wählen Menschen das Falsche. Da erahnt diese Rassenkundlerin Zusammenhänge, daß sich rechte Gesinnung innerdeutsch vererbt: Wer Deutsche Eltern und Großeltern hat, ererbt eben eine Neigung zu braunem Gedankengut. 
Um dies Problem zu lösen, muß einerseits die große Anzahl der Nicht-Deutschen, die Deutsche als Überfremdung der Heimat empfinden, reduziert werden, indem- ganz postmodernistisch- Nichtdeutsche zu Deutschen umdefiniert werden. Andererseits muß das Gewicht der Deutschen, die die vielen in Deutschland lebenden Nichtdeutschen als Problem empfinden, reduziert werden, indem Nichtdeutschen ein Wahlrecht gewährt wird, indem sie zu Deutschen umdefiniert werden, sodaß diese Neudeutschen dann wohl nicht die AfD wählen sondern Parteien, die für die Auflösung Deutschlands in eine multiethnische Gesellschaft plädieren.
Das ist auch gut so, denn diese Neudeutschen, die nicht von ihrer Herkunft her Deutsche sind, sind ja auch nicht mit dem durch die innerdeutsche Fortpflanzung braun infiziertem Erbe kontaminiert. Denn für Frau Käßmann ist jede Geburt, wenn das Neugeborene Deutsche Eltern und Großeltern aufweist, eine Risikogeburt, daß da ein Rechts-Infizierter potenteller AfD-Wähler das Licht der Welt erblickt, das er ob seiner rechten Kontaminierung zu verdunkeln droht. Ein Dunkeldeuschland entstünde so, würden nicht die Neudeutschen ohne Deutsche Herkunft da Gegengewichte setzen  durch ihren guten, vielzähligen nicht kontaminierten Nachwuchs! 
(Vgl Junge Freiheit, Margot Käßmann: Ich würde mit der AfD diskutieren, 12.10.2017)          
       

Mittwoch, 11. Oktober 2017

„Keine Strafe, keine Hölle. Seelen böser Menschen löschen sich mit dem Tod aus“ - Des Papstes Häresie

„Papst Franziskus hat, nachdem ihm darin Johannes XXIII. und Paul VI. vorausgegangen waren, aber mit mehr revolutionärer Kraft im Vergleich zur kirchlichen Theologie, die Orte abgeschafft, in denen die Seelen nach dem Tod gehen sollten: Hölle, Fegefeuer, Paradies. […] Papst Franziskus – ich wiederhole es – hat die Orte einer ewigen Wohnstatt der Seelen im Jenseits abgeschafft. Die von ihm vertretene These ist, daß die vom Bösen beherrschten und nicht reuigen Seelen aufhören zu existieren.

Eugenio Scalfari, Doyen des linken Journalismus und bekennender Atheist aus freimaurerischem Haus,  zitiert Aussagen , die Papst Franziskus in persönlichen Gesprächen mit ihm geäußert habe (La Republica, 10. Oktober 2017), wonach es keine Bestrafung des Bösen gebe, kein Fegefeuer und keine Hölle. Wer bewußt Böses tue und nicht bereue, dessen Seele lösche sich mit dem Tod aus. Der Vatikan dementierte bisher nicht."
Nachzulesen: Kath info 11.10. 2017

Eine Frage bleibt jetzt nur noch zu stellen, da es gute Gründe gibt, davon auszugehen, daß der Atheist und Liebingsgesprächspartner von Papst Franziskus Scalfari hier den Papst richtig wiedergibt: Hält sich Gott an die Weisungen des Papstes, daß, weil der Papst das Fegefeuer und die Hölle für geschlossen erklärt,  Gott nun all die Armen Seelen im Fegefeuer und in der Hölle in Nichts auflöst, weil es Papst Franziskus so sich wünscht?  
Für den Atheisten Scalfari ist das eine klare Sache, denn für ihn gibt es weder Gott, noch das Fegefeuer und die Hölle, sodaß der Papst hier einfach nur katholische Lehren abschafft, die wie alle Lehren der Kirche keinerlei Realitätsbezug haben. 
Aber wenn der Papst selbst revolutionär diese Lehren der Kirche beseitigt, dann heißt das: Das, was einst wahr war, soll nun nicht mehr gelten. Ja, uns wird die Vorstellung der Auflösung der menschlichen Seele zugemutet, was bisher nur Atheisten,Protestanten und die Zeugen Jehovas vertreten und was unvereinbar ist mit der kirchlichen Lehre von der Seele.
Zudem, und das ist wohl das Ärgste, beseitigt so der Papst Jesu Verkündigung vom Endgericht, denn da heißt es eben nicht, daß die, die bewußt Böses getan haben, einfach sich in Nichts auflösten, sodaß sie nicht Gottes Gericht und Strafe zu erleiden hätten.Gott verzichtete nach Papst Franziskus auf das Endgericht, indem nur die Guten belohnt mit dem ewigen Leben und die Bösen einfach tot sein läßt!  Unter dem Totsein versteht der Papst dann das, was Epikur lehrte: Wenn ich bin, ist der Tod nicht, und wenn der Tod ist, dann bin ich nicht, sodaß es meinen Tod nicht geben kann. Auf dieses Konzept der Nichtung des Todes rekurriert hier der Papst, um auszusagen, daß es für die Todsünder keine Hölle gibt. 
Scalfari hat sicher in einem Punkte den Papst mißverstanden, daß er auch das Paradies als Ort des ewigen Lebens abschaffen wolle.Es geht dem Papst wohl nur um die Hölle.Aber das der Papst auch das Fegefeuer mitabschaffen möchte, ist leider bei diesem Jesuitenpapst gut vorstellbar. Dann müßte man die Aussage so deuten: Wenn es bisher für Sünder den Ort des Fegefeuers als Reinigungsort gegeben hat, so entfällt dieser nun, weil jetzt auch diese Seelen, wie die, die für die Hölle bestimmt waren, sich in Nichts auflösen würden, sodaß die Hölle wie das Fegefeuer leere Orte sind. 
Das ist wirklich , wie Scalfari sagt, revolutionär. Es kommt mir so vor, als wenn er die Gespräche mit diesem Atheisten aus einer Freimaurerfamilie stammend als Experimentierfeld betrachtet: Wie sehr kann ich als Papst die Lehre der Kirche zerstören, ohne daß ich dabei auf ernsthaften Widerstand stoße?  

Daß die Lehre von der Auflösung der Seelen ins Nichts, sodaß es keine Hölle und wohl auch kein Fegefeuer mehr gibt, häretisch ist, ist unbestreitbar. Gottes ganze Gerechtigkeit wird damit negiert,daß er die Bösen bestraft. Denn jetzt gelten sie als in Nichts sich Auflösende, sodaß sie postmortal keine Strafe Gottes mehr erleiden müssen!  Und den Ort der Reinigung und Läuterung gäbe es auch nicht mehr. Papst Franziskus revolutioniert wirklich die Kirche im trauten Dialog mit einem Atheisten freimauerischer Herkunft!    

Dienstag, 10. Oktober 2017

Rigorismus in der Katholischen Morallehre?

  „Es gibt Handlungen, die wegen ihres Objekts in schwerwiegender Weise, unabhängig von den Umständen und den Absichten, aus sich und in sich schlecht sind, z. B. Gotteslästerung und Meineid, Mord und Ehebruch. Es ist nicht erlaubt, etwas Schlechtes zu tun, damit etwas Gutes daraus entsteht.“ (KKK 1756)" Diese Position soll nun relativiert werden:
Jeder Fall ist einmalig. Man kann keine allgemeine Regel aufstellen, die alle (Fälle, Anm.) erfasst, oder eine Kasuistik der Unterscheidung erstellen.“ Diese Botschaft, verbunden mit dem Hashtag #AmorisLaetitia sandte die Jesuitenzeitschrift La Civiltá Cattolica über den Kurznachrichtendienst Twitter. Die Nachricht wurde von einem Bild begleitet, das die Zeile „2 + 2 = 5“ zeigt." Kath de vom 10.10. 2017.
"Der  lateinische Satz Fiat iustitia et pereat mundus wird zumeist übersetzt Es soll Gerechtigkeit geschehen, und gehe die Welt darüber zugrunde (oder sinngemäß).
Luther übersetzt ihn mit: Es geschieht, was recht ist, und solt die welt drob vergehen. (Predigt vom 10. Mai 1535)",informiert Wikipedia uns und bezeichnet damit den Grundzug eines rigoristischen Moralverständnisses: Die Moral, das Rechte zu tuen ist wichtiger als das Leben, in dessen Dienste doch eigentlich die Moral und das Recht stehen sollte. 
Offenkundig führt diese Lehre vom absolut Bösen, daß es Handlungen gibt, die immer als unmoralisch zu verurteilen sind völlig unabhängig davon warum zu welchem Zweck sie ausgeführt werden, in diesem Sinne absolut sind, das ist unabhängig von ihrem Kontext, wozu auch die Folgen der Handlung zählen, zu so einem lebensfeindlichen Rigorismus. 
Die Jesuitenzeitschrift möchte nun dies Folgeproblem dieser Lehre von an sich immer unmoralischen Handlungen lösen, indem sie behauptet, daß es für jede generell gültige Morallehre Fälle gäbe, die nicht unter das allgmeine Gesetz subsumierbar wären. Dann müße der Einzelfall für sich beurteilt werden. Aber wenn es keine allgemeingültigen Kriterien zur Beurteilung eines Einzelfalles mehr gibt, da die allgemeine Regel zur Beurteilung dieses Falles suspendiert ist, dann kann der Einzelfall gar nicht mehr beurteilt werden. Das führt dann faktisch zur Unfähigkeit zum Beurteilen und das ist dann nur die Negativseite der Tendenz der modernistischen Morallehre, alles zu akzeptieren. 
Es fehlt also eine Kasuistik, die genau begründet, wann und warum in bestimmten Fällen eine an sich unmoralische Handlung doch begangen werden darf. Nahe liegt es für solche Fälle den Begriff des Tragischen in die Morallehre einzuführen, um das Problem zu bezeichnen, daß um der Verninderung eines großen Unrechtes willen eine an sich umoralische Handlung gesetzt werden darf, wenn nur so das große Unrecht zu verhindern ist. Denn eine moralische Handlung, die notwendigerweise das Geschehen eines Unrechtes zur Folge hat, kann dann nicht selbst als eine moralisch rechte Tat beurteilt werden.
Ein einfacher Fall möge das veranschaulichen. Ein Christ ist in einen islamischen Land der Blasphemie angeklagt, weil er gesagt haben soll, daß Mohammed nicht der Prophet Gottes gewesen ist. Nun wird als Zeuge ein Christ vor Gericht geladen. Er soll unter Eid aussagen. Wenn er nicht beeidigt, daß der  Angklagte das nicht gesagt hat sondern die Wahrheit vor Gericht sagt, das hat der Angklagte so gesagt, dann wird der Angeklagte zu Tode verurteilt. 
Ein moraltheologischer Rigorismus sieht hier kein Problem: Der Christ sagt die Wahrheit vor Gericht und der andere Christ wird hingerichtet.Es muß das Richtige getan werden, auch wenn dann ein Unschuldiger zu Tode kommt. Ja, in diesem Falle wird der angeklagte Christ zu Tode verurteilt gerade weil er die Wahrheit gesagt hat, daß Mohanmed nicht der Prophet Gottes ist. Aber ein Unrechtsrecht verurteilt den die Wahrheit gesagt Habenden zum Tode. Kann es wirklich moralisch sein, so für die Hinrichtung eines Unschuldigen die Verantwortung zu tragen, weil dieser auf Grund der Aussage, das hat er gesagt, zu Tode verurteilt  wird?
Meine These: Wenn das moralisch Richtige Tuen, die Wahrheit vor Gericht zu sagen und nicht einen Meineid zu schwören, zur Folge hat, daß ein Unschuldiger zu Tode verurteilt wird, dann ist das moralisch richtig Getane nicht moralisch richtig getan. 
So ergäbe sich folgende Prüfungsregel: Eine an sich immer unmoralische Handlung ist genau dann nicht mehr als unerlaubt zu setzen zu beurteilen, wenn durch diese unmoralische Handlung ein im Vergleich zur unmoralischen Tat größeres Unrecht verhindert werden kann, wenn nur so dies größere Unrecht verhinderbar ist. Also: Wenn nur durch eine Lüge oder einen Meineid das Leben eines Unschuldigen gerettet werden kann, dann ist die Lüge oder der Meineid eine erlaubte Tat, oder eine, die als unmoralische doch erlaubt ist, weil nur dadurch ein großer moralisch nicht hinnehmbarer Schaden verhindert werden kann. 
Wenn aber auf eine solide Kasuistik verzichtet wird, zeitigt das entweder einen lebensfeindlichen Rigorismus oder aber es führt zur Willkür, weil nun Einzelfälle kriterienlos beurteilt werden sollen und das ist ein Widerspruch in sich selbst.    .                    





Montag, 9. Oktober 2017

Niemanden abweisen- jeden aufnehmen, der in Deutschland leben will: das neue C-Programm

"CDU und CSU hatten sich am Sonntag nach einem mehrmonatigen Streit über eine Flüchtlings-Obergrenze auf das Ziel geeinigt, in kommende Sondierungsgespräche mit FDP und Grünen mit der Forderung zu gehen, maximal 200.000 Personen pro Jahr aufzunehmen. In Sondersituationen sei eine Ausnahme möglich. Auch künftig soll niemand abgewiesen werden, der an der deutschen Grenze um Asyl bittet." Junge Freiheit vom 9.10.2017
Ein Leserbrief, auf der Internetseite der JF veröffentlicht merkte zu der Aussage, daß niemand, der da Asyl ausrufe, an der Grenze abgewiesen werden soll, daß dies dem Grundgesetz widerspräche:
(1) "Politisch Verfolgte genießen Asylrecht.
(2) Auf Abs. 1 kann sich nicht berufen, wer aus einem Mitgliedstaat der Europäischen Gemeinschaft oder aus einem anderen Drittstaat einreist, in dem die Anwendung des Abkommens über die Rechtsstellung der Flüchtlinge und der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten sichergestellt ist."

Aber das Grundgesetz dürfte die C-Parteien nicht als Problem empfinden, denn es wird sich schon ein Jurist auftreiben lassen, der das als mit dem Grundgesetz kompatibel deuten wird.Nur, was ist das für eine "Obergrenze", wenn einerseits nur noch 200.000 aufgenommen werden sollen, andererseits aber gelten soll, daß jeder, der vor der Grenze stehend: "Asyl" ruft, aufgenommen werden wird? 
Nun wenden wir mal unseren gesunden Menschenverstand auf diesen Fall an. Also, da erklärt ein Hausbesitzer, daß er jedem, der an seiner Eingangstüre anklopft und Speis und Trank und kostenlose Unterkunft einfordert mit der Begründung, er würde Daheim bei sich politisch verfolgt, seine Wünsche gewährt und ihn aufnimmt. Nun ist jede Wohnung, auch die größte räumlich begrenzt und kann so nicht unlimitiert viele Menschen in sich aufnehmen. Aber ein Gutmensch erklärt dann dagegen, daß der Hausbesitzer moralisch verpflichtet sei, unbegrenzt viele aufzunehmen, wenn sie nur das Zauberwort: "Asyl" ausrufen. Denn der Gutmensch urteilt, daß das, was einem moralische Pflicht ist, er auch vermag, denn die Welt ist nun mal so, daß jeder das könne, wozu er moralisch verpflichtet ist. Also kann in einem begrenzten Raum unbegrenzt viele Menschen aufgenommen werden. Wer das für unmöglich hält, daß in etwas Begrenztem unbegrenzt viel aufnehmbar sei, ist eben ein Rassist und da das Niemand sein will, erklären nun die Sympathisanten der Bundesregierung, daß das eben nicht wahr ist: Wir müssen unbegrenzt viele aufnehmen,und das können wir auch.
Nun entstehen Kosten für den Unterhalt der so in dem Haus Eingezogenen. Hier urteilt der Gutmensch, daß der Hausbesitzer über unbegrenzte Finanzmittel verfüge, um alles aus seiner Haushaltskasse bezahlen zu können. Bestreitet der Hausbesitzer das, wird ihm Menschenfeindlichkeit vorgeworfen. So muß jetzt der Hausbesitzer jeden: "Asylrufer" in sein Haus aufnehmen und ihn vollständig versorgen.
Wenn sich nun herausstellen sollte, daß der Asylant keinen Rechtsannspruch auf ein Asyl hat, gilt dann automatisch, daß es ein Akt der Unmenschlichkeit wäre, ihn des Hauses zu verweisen. Weil er da in dem Hause schon so lange gelebt hat, wie das ganze Asylanerkennugsverfahren gewährt hat bis zur letztinstandlichen gerichtlichen Entscheidung, daß sein Asylantrag unberechtigt sei, sei es unzumutbar, ihn zu repatriieren. Er hat sich halt durch sein Einwohnen in das Haus ein Wohnrecht auf Lebenszeit ersessen. Zudem ist es unmenschlich, ihn da ohne seine noch in der Heimat weilenden Familie  leben zu lassen. Er hat jetzt ein Recht, seine Familie nachzuholen, damit auch sie in dem Hause da wohnen darf. Auch für diese Kosten hat der Hauseigentümer aufzukommen. 
Sollte der Hauseigentümer sich vor das Problem gestellt sehen, daß er nun in seinem eigenen Hause gar nicht mehr wohnen kann, weil es überfüllt ist mit Fremden, bekommt er von einem Gutmenschen den Rat, doch im Garten des Hauses ein Wohnzelt aufzuschlagen, damit die Fremden in seinem Hause auf seine Kosten leben können. Akzeptiert er das nicht, ist er in den Augen jedes Gutmenschen ein Nazi. Da lebt er dann doch lieber ohne Obergrenze, jeden aufnehmend und verköstigend in einem Zeltlein vor seinem Hause, das er den Asylanten zur freien Verfügung übergab. 
Das ist also die faktische Position der C-Parteien. Und was ist daran christlich? Ist etwa der Wille, sein eigenes Leben erhalten zu wollen, unchristlich? Ist die Liebe und der Wille zur Bewahrung des Eigenen unmoralisch?  Gutmenschen sehen das aber ganz anders. Ob das etwas damit zu tuen hat, daß ihnen ihre Augen leuchten, wenn "Deutschland verrecke" skandiert wird? 
Vgl dazu das Video:
Re-UP Die Deutschenhasser von Jasinna- YouTube


              

Sonntag, 8. Oktober 2017

Kardinal Woelki will kämpfen, mutig und entschlossen- nur gegen wen?

"Mutig wie der heilige Bonifatius: so will Kardinal Woelki den Glauben verkünden. Mit dem "Apostel der Deutschen" verbinde uns der Kampf gegen Götzen - auch wenn diese heute anders heißen würden." Ist das nicht geradezu heroisch, wie hier Kardinal Woelki sein Bischofsamt als Kampfauftrag gegen die "Götzen" dieser Zeit versteht. Nun fragen wir uns natürlich aufs äußerste gespannt, gegen welche "Götzen" dieser furchtlose Gottesstreiter nun wohl ankämpfen will? 
In Katholisch de werden wir da bestens aufgeklärt. (8.10.2017)
"Die Götzen von Kommerz und Konsum verführen uns überall", sagte der Kardinal. "Wir laufen selbsternannten Promisternchen oder Fußballgöttern hinterher. Einige von uns hören gar auf Hassprediger oder fallen auf nazistische Rattenfänger herein." 
Zu beachten ist die immanente Steigerung: sozusagen von dem kleinen Götzendienst von Kommerz und Konsum und Promi- und Fußballstarverehrung zu: "hören gar auf"- da werden die großen Götzen unserer Zeit uns offenbart. Völlig verblüfft, wer hätte das auch von diesem Kardinal erwartet erklärt er die Haßprediger und die nazistischen Rattenfänger für die großen Götzen unserer Zeit!Selbstredend unterlief hier Katholisch de kein Verschreibungsfehler, denn der Kardinal meint wirklch Nazi-Rattenfänger und nicht narzisstische Rattenfänger! Das "und" ist dann als explikatives zu lesen, also: die Haßprediger, das sind die Nazirattenfänger. 
Rattenfänger heißt somit, daß die Anhänger und Sympathisanten der Nazihaßprediger den Sozialstatus von Ratten innehaben. Sie  sind eigentlich Ungeziefer und somit keine Menschen. Es bedarf keiner ausschweifenden Phantasietätigkeit, um zu wissen, daß der Kardinal damit vor allem die AfD als Haßprediger und ihre Wähler als Ratten verteufeln will. Und gegen diese Teufelsbrut will nun der Kardinal in den Kampf ziehen.
Nur, jetzt drängt sich uns doch die Frage auf, wozu es dazu Mut gebraucht? Da kämpft doch dieser Kardinal im Kampfverband mit allen demokratischen Blockparteien, von der CSU bis zur Linken gegen Rechts, die Autonomen Antifaschisten greifen gar zur Gewalt gegen Rechts, die Medien kämpfen in trauter Einheit Tag und Nacht gegen alles, was rechts ist, und....wer kämpft nicht gegen die AfD? Ein Theaterintendant will keine AfD-Wähler mehr in seinem Theater sehen- was haben auch Ratten, um es mit dem Kardinal  zu formulieren, in Kulturhäusern zu suchen, wenn schon couragierte Gastwirte: "AfD- unerwünscht" verkünden? 
Wer so mit den Wölfen heult, wozu braucht der Mut? 
Und was hat es nun mit den kleineren Götzen auf sich, gegen die Kardinal auch zu Felde ziehen will? Reden wir Klartext: Einst war es ein Privileg des Adels und des zu Reichtum gekommenen Bürgertumes, zu konsumieren. Aber seit dem Lischen Müller und selbst Putzfrauen konsumieren und sich nicht darauf beschränken müssen, das Lebensnotwendige zu kaufen, ist die Kritik des Massenkonsumes en  vogue. Oder einfacher gesagt: Welcher Besserverdiener spielte noch Golf, wenn seine Haushaltshilfe im seinem Golfclub auch aktives Mitglied werden würde? Die Proletarisierung des Golfes wäre das Ende der Lust am Golfspielen wie der Massenkonsum das Ende privilegierten Konsumierens und Genießens ist. 
Ach ja, das Volk liebt seine Fußballstars und Prominenten! Brot und Spiele muß man dem Volke gewähren, damit es so zufrieden gestellt sich weiterhin regieren läßt. Das wußen schon die Römer und alle Regierenden der Welt praktizieren das so. Was hat der Kardinal dagegen einzuwenden? Sollte das etwa eine implizite Regierungskritik sein, daß sie dem Volke ein Zuviel an Brot und Spiele gewährt? Daß eben das Volk mit weniger zufrieden zu sein hat, daß vielleicht härtere Zeiten auf uns zukommen werden, in denen die Herrschenden nicht mehr so viel Konsum und Spaß dem Volke gewähren können, daß es halt den Gürtel enger schnallen muß, dies ach so verwöhnte Konsumenten- und Spaßvolk? 
Damit könnte der Kardinal recht haben. Die Politik der offenen Grenzen, daß Deutschland sich aufschwingt zum Sozialamt der Welt, muß bezahlt werden und die Zeche wird wie immer der Kleine Mann zu zahlen haben: Er muß den Gürtel enger schnallen, auf Konsum und Genuß verzichten um sich am neuen asketischen Lebensstil zu erfreuen. Als Kollateralschaden: Konsumieren wird endlich wieder zum Privileg der Besserverdiener. Darauf muß eben das verwöhnte Konsumvolk vorbereitet werden, indem die Kirche ihm die Vorzüge des Wassers predigt, selbst aber natürlich weiterhin nur Qualitätswein sich kredenzen läßt. Kardinal Woelki weiß eben für wen und gegen wen er zu predigen hat!  

Zusatz: 
Ist es christlich, Andersdenkende als Ratten  herabzuwürdigen?  Politisch ist das hundertprozentig korrekt und das ist diesem Gutmenschkardinal das Wesentliche.   

Samstag, 7. Oktober 2017

Die Seeschlacht von Lepanto: Mit Kardinal Marx und Papst Franziskus wäre das nicht geschehen!

"Die Seeschlacht in der Meerenge von Lepanto fand im Rahmen des Krieges um Zypern statt. Die christliche Insel, seit 1489 unter venezianischer Herrschaft, war 1570/1571 von den Osmanen erobert worden. Am längsten konnte das befestigte Famagusta, das griechische Ammóchostos den osmanischen Angreifern standhalten. Nach langer Belagerung mußte die Stadt kapitulieren. Die Osmanen sicherten den Verteidigern und den Bewohnern der Stadt Unversehrtheit zu. Am 4. August 1571 wurde die Stadt unter diesen Bedingungen übergeben. Am 5. August brachen die Osmanen jedoch die Vereinbarung und richteten ein Blutbad an. Alle Christen wurden in einem Massaker niedergemetzelt und die Stadt zerstört." Kath info 9.10. 2014
Wie immer berichtet Kath info hier politisch völlig inkorrekt. Denn niemals massakrieren fromme Muslime Christen ab, zudem darf ein militärischer Sieg niemals auf Gottes Einwirken zurückgeführt werden und schon gar nicht darf gedacht werden, daß Gott Mariae Fürbitte erhört hätte und deshalb zu Gunsten der Christen eingegriffen hätte in einen Krieg oder eine Schlacht und auf keinen Fall darf diese Fürbitte in einen Zusammenhang gebracht werden mit dem Beten des Rosenkranzes.  
Richtig ist dagegen, daß das Osmanische Reich eine Realisierung der Ideale einer multiethnischen und multikulturellen Gesellschaft war, die  durch Frieden, Gerechtigkeit und gelebte Humanität sich auszeichnete.
Dann kamen militante fundamentalistische Christen um dies Friedensreich zu destruieren. Die Seeschlacht war da einer der traurigen Höhepunkte. Die Katholische Kirche war eben noch nicht erfüllt vom Geiste des interreligiösen Dialoges, es fehlte noch der Mut, die Grenzen zu öffnen, um die Boten der islamischen Friedensreligion aufzunehmen, ihnen Willkommen zuzurufen: "Was unser ist, soll euer werden!" Erschütternd ist es einfach, wie sehr diese Wahrheit durch Falschnachrichten entstellt wird. Das verlangt nach einer politisch korrekten Umschreibung in den Darstellugen dieser "Schlacht". Denn nur was politisch korrekt ist, kann ein mögliches Ereignis in der Geschichte sein. So wie die Aussage: "Da sah ich einen schwarzen Schimmel!", nie wahr sein kann, so sind eben auch alle Aussagen über ein Geschichtsereignis unwahr, wenn die Aussagen der Politischen Korrektheit widersprechen.  
Mit Papst Franziskus und Kardinal Marx hätte es keine Seeschlacht gegeben, sondern das Friedensheer des Islam wäre in Rom und Deutschland willkommt , mit Speis und Trank verköstigt  worden, damit dann Europa sich dem Islam  unterwirft- aus Respekt vor dieser wunderbaren Liebes- und Gerechtigkeitsreligion!

Freitag, 6. Oktober 2017

Krieg der Heimat- für die globalisierte Einheitswelt

"Heimat ist ein ausgrenzender Begriff. Deshalb taugt er nicht zur Bekämpfung rechter Ideologie.
Solidarität statt Heimat! " 
Das erklärt die Jugendorganisation der Grünen zum Begriff der Heimat. (Junge Freiheit 5.10.2017)Auf der Interneseite dieser Antideutschen kann man dann noch u.a. lesen.
"Heimat ist ein Begriff der Gegenaufklärung und Irrationalität. Ist kein Zufall, dass er in der Romantik entstand und im NS gebraucht wurde." Dem ging dies Votum  voraus: 
Die Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt hat dafür geworben, den Begriff Heimat nicht Rechten zu überlassen. „Die Sehnsucht nach ‘Heimat’, nach Zuhause, danach sich zurechtzufinden, sicher zu sein, ist als solche nicht reaktionär, aber sie läßt sich für eine reaktionäre Agenda mißbrauchen.“ (Junge Freiheit vom 5.10. 2017)
Heimat ist also ein reaktionärer, ausgrenzender, der Gegenaufklärung, der Romantik und der nationalsozialistischen Weltanschauung zugehöriger Begriff. Nun wollte die Fraktionschefin der Grünen diesen Begriff gern für die Grüne Partei okkupieren, damit nicht länger Rechte damit reüssieren könnten. Das finden die Junggrünen aber gar nicht schön. Sie wollen nichts von Heimat wissen, schon gar nichts von der Deutschen Heimat. 
Politisch ist dies Votum der Junggrünen  eindeutig: Es gilt zwar, daß die Seßhaftwerdung des Menschen als Abkehr von seinem Nomadenleben als Jäger und Sammler die Voraussetzung der europäischen Hochkultur ist, und daß erst mit der Seßhaftwerdung der Mensch anfing, seinen Lebensort als Heimat zu begreifen, aber der sich globalisierende Kapitalismus verlangt etwas anderes: den postmodernen Nomaden. Das ist die von jeglicher Heimatbindung sich emanzipiert habende Arbeitskraft, die sich weltweit auf dem freien Arbeitsmarkt zum Ankauf anbietet. So wie es für das Kaptal keine Heimat gibt, sondern es dahin fließt, wo es am meisten Profit erwartet, so soll auch die freie Arbeitskraft von Arbeitsstelle zu Arbeitsstelle wandern.
Anschaulich führt uns das der Fußball vor. Die Spitzenmannschaften Europas kaufen ihre Spieler auf der ganzen Welt ein, jeder kann in jedem beliebigen Land in jeder beliebigen Mannschaft spielen, Hauptsache, der Preis stimmt. Hatten einst die Namen der Fußballvereine  etwas mit dem Ort zu tuen, wo sie beheimatet sind, daß etwa Bayern München ein Fußballverein sei, der sich aus Münchnern  rekurriere, so sagt jetzt München nichts mehr über die Herkunft der in diesem Namen Spielenden aus. Sie sind weltweit Aufgekaufte, die nur deshalb Münchner sind, weil sie da ihr Geld verdienen und sie hören auch sofort auf, Münchner zu sein, wechseln sie zu einem anderen Fußballverein. Heimat ist nur noch der zeitlich befristete Ort meines aktuellen Geldverdienes. Und somit ist er mir keine Heimat mehr. Denn zur Heimat gehört konstitutiv das dort Geborensein, das Dahineingewachsensein, das von Natur aus Dazugehören. 
Aber die globalisierte Weltordnung kann auf solche Bedürfnisse nach einer Beheimatung, des Dazugehörens keine Rücksicht nehmen. Der Mensch ist nur noch eine Arbeitskraft, die flexibel überall auf der Welt eingesetzt werden können muß im Interesse der Wirtschaft und da stören eben nur Heimatbindungen wie auch jede Familienbindung! 
Es ist kein Zufall, daß so die Homosexualität so hochgepriesen wird, ist der Homosexuelle ohne feste Bindung lebend mit seiner Vorliebe für wechselnde Sexualpartner der Idealtyp des postmodernen Nomaden, von Arbeitsplatz zu Arbeitsplatz wandernd ohne Heimatbindung. 
Heimat ist tatsächlich etwas Irrationales und Romantisches, weil es der Vernunft der Wirtschaft widerspricht, daß alles dem Willen zum Profit zu subordinieren ist.  In der total globalisierten Welt wird es für Niemanden mehr eine Heimat für sich geben, weil der Mensch dann nur noch eine Funktion für die Wirtschaft sein wird als Produzent und Konsument.   

Donnerstag, 5. Oktober 2017

Die Ossis sind an Allem Schuld

"Der Intendant des Friedrichstadt-Palastes in Berlin, Berndt Schmidt, hat Ostdeutsche dafür verantwortlich gemacht, daß nun auch Nazis im Bundestag säßen. „Rechtspopulismus ist nicht nur ein Problem im Osten, aber bei uns im Osten ist das Problem am größten“, schreibt Schmidt in einer E-Mail an sein Ensemble. „Wer AfD wählte, wußte, daß er auch Nazis in den Bundestag wählt.“
Junge Freiheit vom 4.10.2017
"Zum Schluss formuliert der Theaterchef (seit 2007 im Amt) eine drastische Ankündigung: „Wir werden uns künftig noch deutlicher als bisher von 20 oder 25 Prozent unserer potenziellen Kunden im Osten abgrenzen.“ Er wolle das Geld von AfD-Wählern nicht – weil der Palast für „den anständigen Osten“ stehe. "    – Quelle: http://www.berliner-kurier.de/28532148 ©2017
Ein wenig relativierte dann dieser Intendendant seine AfD- Ossi - Polemik: Es sind nicht alle AfD-Wähler Nazis und auch nicht alle Parteimitglieder, und nicht alle Ostdeutschen Nazis.
Aber im Osten haben eben sehr viele, zu viele eine Partei mit Nazis gewählt. 
"Zwar seien weder alle AfD-Politiker Nazis noch alle Wähler dieser Partei. "Aber wer AfD wählte, wusste, dass er auch Nazis in den Bundestag wählt. Wer das aus Angst oder Sorge oder Protest in Kauf nimmt, ist ein Brandstifter und Mittäter", schreibt Schmidt. Dafür gebe es keine Entschuldigung ("No fucking excuse"). 20 der gewählten 94 AfD-Abgeordneten im Bundestag "sind das, was ich unter Nazis verstehen würde". Berliner Morgenpost vom 4.10.2017
Und darum möchte er die nicht mehr in seinem Theater als Publikum sehen- nur noch die anständigen Ostdeutschen, das sind die Nicht-AfD-Mitglieder und Wähler. Auf 20-25 Prozent der potentiellen Kunden aus dem Osten will er so gern verzichten.  
Ist das nun eine Haßbotschaft, ist das eine rassistische Diffamierung großer Teile Ostdeutschlands? Mitnichten. Das ist praktiziertes Gutmenschentum, das immer weiß, daß die Bösen immer nur die Anderen sind. Man möge sich einmal vorstellen, daß  ein Intendant eines Theaters in Deutschland angesichts der hohen Zustimmung unter den in Deutschland lebenden Türken zu Erdogans Politik erklärte, er wolle keine Türken mehr in seinem Theater sehen! Die Empörung kennte keine Grenzen und es wäre nur eine Frage von Stunden, bis er amtsenthoben wäre. Aber wenn es um die Diffamierung von Ostdeutschen als Nazis geht, da ist alles erlaubt, auch daß man sie nicht mehr im Theater als Publikum sehen will!
Ob Herr Schmidt wohl demnächst vor seinem Theater Schilder anbringen läßt: "AfD- Parteimitglieder und Wähler unerwünscht- Eintritt für sie verboten"?  

Zusatz:Der Grünen Politiker und Landtagsmitglied von Sachsen-Anhalt Striegel will da natürlich nicht im Abseits stehen. Er erklärt "Jetzt" (Süddeutsche Zeitung, 4.10.2017), wie er als politisch korrekter Gutmensch mit Landtagsmitgliedern der AfD umgeht: 
"jetzt: Du begegnest den AfD-Abgeordneten ständig in deinem beruflichen Alltag. Habt ihr persönlichen Kontakt?
Sebastian Striegel: Ich habe keinen persönlichen Kontakt mit der AfD, ich will auch keinen und wüsste auch nicht, worüber ich mich mit denen unterhalten sollte. Es gibt da keine gemeinsame Wertebasis, auf die ich bauen kann. Bei der CDU handhaben sie das zum Teil anders, da gibt es auch zwischenmenschliche Interaktion und die sitzen gemeinsam in der Kantine. Aber für mich ist klar: Mit Menschenfeinden gibt es keinen Kaffee und kein Kaltgetränk"
Wikipedia weiß über diesen Gutmenschen zu berichten: Sebastian Striegel ist römisch-katholisch [...] Er wurde durch Bischof Gerhard Feige  in die Fachkommission Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung des  Bistums Magdeburg berufen." Jetzt wissen wir auch, mit wem ein guter Katholik des Bistumes Magdeburg nicht redet und keinen Kaffee trinkt.

Wir sehen, es gibt auch gute Ostdeutsche, Musterschüler des praktizierten Gutmenschentumes. Dieser Politiker darf sicher im Theater des Gutmenschen Schmidt in der 1.Reihe sitzen!
 

Mittwoch, 4. Oktober 2017

Das Nein zum Eigenen- die EKD erfindet eine neue Sünde



"Bedford-Strohm: Nationalismus ist Sünde" Kath info vom 3.10.2017. Pünktlich zum Tag der Deutschen Einheit stellt der EKD Vorsitzende fest, daß Nationalismus Sünde sei. Diese neue Sündenlehre der EKD verblüfft nun keinen, auch wenn man sich noch gut darin erinnert, daß die evangelischen Kirchen in Deutschland in der Zeit des 1.Weltkrieges, in der Weimarer Republik von dieser Erkenntnis noch Lichtjahre entfernt waren, profilierte Denker des Protestantismus wie Emanuel Hirsch und Wilhelm Stapel Bedeutsames und immer noch Bedenkenswertes zum Verhältnis vom christlichen Glauben und dem Nationalismus schrieben. Aber der Zeitgeist verlangt heute eben etwas anderes. Das Neinsagen zum Eigenen gehört nun mal zu den Grundtugenden des politisch korrekten Gutmenschen.

Wußte man einst noch im Protestantismus, daß Familie und Volk  mit ihren Ordnungen von Ehe und Staat Gottes Schöpfungs- und Erhaltungsordnungen sind, die als solche gerade vom Christen zu bejahen sind, so werden jetzt vom politisch korrekten Protestantismus diese Ordnungen reprobiert. Wie der Protestantismus die Ordnung der Ehe reprobiert durch die Bejahung der Auflösbarkeit der Ehe, durch die Bejahung der Homosexehe so verneint er nun auch die Schöpfungsordnung der Völker, daß Gott eben nicht eine uniforme Menschheit geschaffen hat, sondern eine in Rassen und Völker aufgegliederte. Das Ja zu dem eigenen Volkstum ist in den Augen des EKD Vorsitzenden Sünde! Geradezu lächerlich ist dann sein Versuch, das mit Luther in Einklang zu bringen, indem er behauptet, daß ein Nationalist nur sein eigenes Volk sähe, aber nicht das des Nächsten und das verstieße gegen Luthers Lehre von der Nächstenliebe. Daß Jesus die Nächstenliebe und nicht die Fernstenliebe verkündigte, überliest der EKD Vorsitzende dabei geflissentlich, und daß die EKD schon längst um der Fernstenliebe willen die Liebe zum eigenen Volke perhorresziert.

Und was sagte Luther selbst:

Für meine lieben Deutschen bin ich geboren, ihnen will ich dienen!

Wenn das kein gelebter Nationalismus ist, was dann?

Der postmoderne Protestantismus kennt eben nur noch den schrankenlosen Individualismus und Egoismus auf der einen und den gleichmacherischen Universalismus auf der anderen Seite.     

 

 

Dienstag, 3. Oktober 2017

Tag der Deutschen Einheit...eine Anmerkung

Tag der Deutschen Einheit? Nach dem verlorenen Krieg entstanden aus den Trümmern Deutschlands drei Deutsche Staaten: DDR, BRD und Österreich. Eingedenk der seit den Römern überall und immer wieder praktizierten Maxime: "Spalte und herrsche!" ist diese Dreiteilung selbstredend ein Konzept zur Niederhaltung des Deutschen Volkes. Oder einfacher gesagt: Wozu braucht den ein Volk drei Staaten? Es gab nie ein "DDR-Volk", und auch kein "BRD-Volk" noch gibt es ein österreichisches. Es ist aber eine der Traurigkeiten unserer Deutschen Volkstumsgeschichte, daß wir so selten als ein Volk in einem Staate lebten. Bismarck schaffte die Einheit nicht, indem er nur die "kleindeutsche" Lösung realisierte, Österreich ward nicht die von ihm geschaffene Einheit aufgenommen. Das bewirkte ein preußisch dominiertes Kleindeutschland, in dem gerade das katholische Korrektiv fehlte.  
Die Geschichte des Volkes Israels ist auch oder gerade die des Kampfes um den einen Volksstaat für dies Volk.Und es ist kein Zufall, daß der Untergang des staatlich organisierten jüdischen Volkslebens seinen Anfang nahm in der Zerreißung der Einheit Israels in zwei jüdische Staaten nach dem Tode des Königs Salomon. Statt eins zu sein, führten die beiden jüdischen Staaten Israel und Juda gar einen Bruderkrieg gegeneinander. Erst wurde dann der Staat Israel aufgelöst von Fremdmächten und dann 586 v. Chr der Staat Juda. Seit dem mußte das eine jüdische Volk ohne eine staatliche Einheit als auf der Welt zerstreutes Diasporajudentum überleben bis zur Neugründung des jüdischen Staates im 20. Jahrhundert. Kein anderes Volk wird so den Besitz eines eigenen Volksstaates zu schätzen wissen wie dieses so lang staatslos leben müssende Volk.
(Denn der Nationalstaat ist das Selbtbewußtsein eines Volkes, das zwar an sich auch ohne ein Bewußtsein seiner selbst ein Volk ist, es aber nicht für sich ist. ) 
Wir Deutschen haben stattdessen eher immer zu viele immer zu Deutsche Staaten für nur  ein Volk gehabt. Auch heute noch- trotz des proklamierten Tages der Einheit leben wir in Uneinheit.
Aber seit der Wiedervereinigung von DDR und BRD zu einem Deutschen Staat wird dieser Nationalstaat auch von Links angegriffen. Statt des Deutschen Volksstaates sollte es eine multiethnische und multikulturelle Gesellschaft geben mit einem Nicht-Nationalstaat. War das zuerst nur ein Projekt radicaler Linke um den Kommunistischen Bund (KB) herum als "Antideutsche Bewegung" konzipiert- sie nannten sich selbst: Die Antideutschen- so ist dies im Jahre 2017 zum  Programm aller demokratischen Blockparteien aufgestiegen. Der Untergang des Deutschen Volksstates und vor allem des Deutschen Volkes steht so ganz oben auf der Agenda dieser Blockparteien. 
Die begeiserte Aufnahme der Flüchtlingsstöme aus aller Welt in unser Land durch die Politik der offenen Grenzen ist nicht verstehbar ohne diesen Willen der Blockparteien, das Deutsche Volk mit seinem Nationalstaat aufzulösen, um stattdessen eine multiethnische und multikulturelle postchristliche Gesellschaft zu schaffen.  
Wie positioniert sich nun die Katholische Kirche Deutschlands? Die völlige Ignorierung dieses Deutschen Festtages im Liturgiekalender der Kirche sagt dazu alles! Kein Gottgläubiger und schon gar kein Christ kann ernsthaft glauben, daß die Wiedervereingung von DDR und BRD nichts mit dem Gott zu tuen haben könne, der die Geschicke der Völker regiert und auch das unserige! Nein, die Kirche setzt hier ganz im Einklang mit den Regierungsparteien ganz auf die antideutsche Karte. 
Zeigte die Haltung der Kirche im 1.Weltkrieg unübersehbar die gelungene Integration der Kirche in den von Bismarck geschaffenen Deutschen Nationalstaat- das war keine einfache Integration, wenn man sich den Kulturkampf Bismarcks wider die Katholische Kirche vor Augen hält- so ist jetzt die Führung der Katholischen Kirche ganz im Einklang mit dem Protestantismus selbst wider zu einer antinationalen Kraft geworden. Und darum hat man da nichts für diesen Deutschen Festtag übrig! 
Eine Kirche, die sich so gegen das eigene Volk stellt, in dem es als Kirche Deutschlands seinen Dienst zu erbringen hätte, darf sich aber nicht wundern, wenn dann auch das Volk von ihr Abschied nimmt.  
Umgekehrt zeigt sich ja die große Lebenskraft der Russisch-Orthodoxen Kirche gerade darin fundiert. daß sie sich in das Russische Volk inkarniert hat und so zu der Christlichen Kirche Rußlands wurde und es auch jetzt wieder ist! 
Das Deutsche Volk ist noch nicht geeint, solange Österreich noch nicht dabei ist. Diese Wahrheit darf aber heute an diesem Festtag nicht vergessen werden.  

Montag, 2. Oktober 2017

Die dämonisierte Kanzlerin- oder warum wir Ja zur Homoehe zu sagen haben






Andreas Püttmann, der große Merkel-Apologet läßt es mal wieder richtig krachen in seinem Kommentar auf Katholisch de.Wider den Fanatismus unter Katholiken kämpft er nun am 2.10.2017.Was ist nun der Grund seiner Attacke? Conservative Katholiken nahmen der Kanzlerin die Einführung der Homoehe übel. Das ist für diesen Kanzlerinfan praktizierter Fanatismus. Denn: "die Ehe-Öffnung beruht auf seit Jahren stabilen, wachsenden Mehrheiten der Unionswähler (60 Prozent), der Bevölkerung (80 Prozent) und der Forderung aller möglichen Koalitionspartner, gegen die sich Merkel lange quer stellte." Die Bundeskanzlerin erwies sich so als wahre Demokratin, indem sie die Homoehe so einführte.
Um nun die wertconservativen Kritiker der "Ehe-Öffnung" vollends zu verteufeln fügt Püttmann hinzu:"Henriette Rekers Attentäter nannte sich "wertkonservativer Rebell".Ein Mordversuch und ein Nein zu Merkels Durchsetzung der Homoehe werden so auf eine Stufe gestellt: Wer als Wertconservativer gegen die Homoehe ist, der schreckt auch vor Mordattentaten gegen Andersenkenden nicht zurück. Das garniert dieser Starkommentator natürlich mit einer Polemik gegen die in dem Kommentar nicht namentlich erwähnte AfD- aber jeder Leser, daß nur diese Partei gemeint sein kann: " Christliche Gelehrte diskutierten in Fachgruppen je ein Schwerpunktthema. "Extremismus und Rassismus: Ursachen und Entwicklungen" war das Sektionsthema nicht etwa der Politologen oder Soziologen, sondern der Psychotherapeuten und Mediziner. Wo Parlamentarier wieder gegen Andersdenkende als "Wucherung am deutschen Volkskörper" hetzen, die es "endgültig loszuwerden" gelte, sind eben auch Heilberufe gefragt – aber nicht zum Operieren, sondern um Psychopathologien zu ergründen."
Das ist erfrischend eindeutig: Wir haben es bei der AfD und den Kritikern der Ehe für Alle mit Pathologien zu tuen! Volkstümlich einfach gesagt: Die sind psychisch krank und müssen so therapiert werden: Irre sind es halt und darum schrecken solche Wertconservativen nicht mal vor Mordversuchen zurück! 
Aber Herr Püttmann steht da wie ein Fels in der Brandung dieser psychopathologisch Kranken, seine Kanzlerin in unüberbietbarer Nibelungentreue verteidigend. Selbst den hundertprozentig korrekten Kreuzesverleugner Kardinal Marx kritisiert dieser Merkelfan dann, weil er in seinem Appell zur Mäßigung nicht die wertconservativen Kritiker Merkels in den Reihen der Katholischen Kirche verurteilte. Hier hätte der Kardinal klarer gegen die AfD und die Kritiker der Einführung der Homoehe sich positionieren müssen! Denn die Bundeskanzlerin ist für Katholiken die höchste Lehrinstanz und nicht die Lehre der Kirche, die eindeutig die Homoehe als Sünde verurteilt. Nur Psychopathen lehnen die Homoehe ab, und das sind Wertconservative, die gar Attentate verüben!  

P.S. Ist der Katholische Katechismus, der gelebte Homosexualität als Sünde bezeichnet, von Psychopathen verfaßt? 

Corollarium 1:
Sicher sind auf einer offiziellen Internetseite der Bischöfe Deutschlands noch nie zuvor wertconservative Katholiken so verteufelt worden wie in diesem Püttmannkommentar. Das ist natürlich keine Haßsprache sondern hundertprozentig politisch korrekt.

 

Sonntag, 1. Oktober 2017

Kampf der Familie! Nesthocker:ein Skandal

Eine Analyse des Leibniz-Institutes für Länderkunde in Leipzig enthüllte diesen Skandalon:In Bayern: 62 Prozent aller Männer im Alter zwischen 20 bis 25 leben noch bei ihren Eltern ! (vgl: Am Sonntag, 1.Oktober 2017,S.4) "Nesthocker! Selbst zwischen 25-29 jährige Männer leben noch mehr als ein Viertel Daheim im "Hotel Mama"! Bei jungen Frauen sieht das dann schon etwas erfreulicher aus: Nur 49 Prozent  zwischen 20-25 leben in Bayern bei ihren Eltern! 
Was ist daran denn nun so fürchterlich, daß junge Menschen offensichtlich gern bei ihren Eltern wohnen? Zuerst aber sagt uns die Studie, was isb. junge Männer in der eigenen Familie schätzen: "die gute Ausstattung, die zu Zuhause vorfänden, wie kostenloses Internet, dass die Wäsche gewachsen wird und das Zimmer geputzt wird". (S.4). Also ist die Familie für diese Studie ausschließlich ein Ort preisgünstigen bequemen Lebens! Daß die Familie eine Sozialbeziehung ist, das ist für diese Studie nicht erwähnenswert. Wenn also nach einer Schätzung dieses Institutes 10 Prozent der 18-32 Jährigen wieder zu ihren Eltern heimkehren,nach dem sie allein oder in einer Beziehung oder einer WG gelebt haben, dann ist eben der Hauptgrund die Bequemlichkeit!
Was ist nun daran so schlimm? Die jungen Menschen werden so unselbstständig, bzw werden erst gar nicht selbstständig. Aber es kommt noch schlimmer: "Jungs gewöhnen sich daran, dass sie versorgt werden, das kann später unselbstständig machen [...]Eine Gefahr sieht sie [die Studie] zudem darin, dass sich die geschlechtstypische Arbeitsteilung einmal in der eigenen Familie oder in einer Beziehung fortsetzt." (S.4). 
Also, die Familie ist der Ort der Einübung und des Elernens von der geschlechtstypischen Arbeitsteilung! Je länger Madels und Buben in einer Familie leben, desto mehr verinnerlichen sie dies Geschlechtstypische. Darum sollen also die Kinder frühstmöglich aus der eigenen Familie auswandern und wohl idealerweise dann als Single leben, damit sie in dieser Lebensweise das Geschlechtsspezifische, zumindest die geschlechtstypische Arbeitsteilung überwinden lernen. 
Aber es gibt auch erfreuliche Anzeichen für diese Studie: "Junge Frauen werden häufiger in Haushaltsarbeiten einbezogen[...]deshalb ist bei Mädchen der Drang auszuziehen größer als bei den Jungen" (S.4) Das ist doch sehr seltsam: Um der häuslichen Mitarbeit in der eigenen Familie zu entfliehen, ziehen die Mädchens früher als die Buben aus, aber nur, um dann allein den eigenen Haushalt zu führen! Als Therapie schlägt die Studie nun auch vor, Jungens mehr Hausarbeiten in der Familie aufzubürden, damit dann auch sie schneller das "Mama Hotel" verlassen! 
Also, es ist schlimm, daß Menschen immer noch in Familien leben, denn gerade das Singleleben bildet doch die Idealvoraussetzungen zur Überwindung von dem geschlechtsspezifschem Arbeitsverhalten. Da wird Selbstständigkeit gelebt und das verwehrt das Familienleben, denn dort werden die Kinder doch nur kontrolliert und isb die Mädchens aus einer besonderen Sorge der Eltern um sie. Umsorgte Kinder- wie furchtbar!
Nein, im Idealfall leben Kinder in der Kita, im Kindergarten, in der Ganztagsschule und möglichst früh dann in der Singlewohnung OHNE Familie, denn das ist das beste zur Überwindung von geschlechtsspezifischen Verhalten und die beste Schule der Selbstständigkeit. 

Völlig unverständlich ist dieser Studie die Vorstellung, daß das Leben in einer intakten Familie etwas Positives ist und daß damit was anderes gemeint ist als der Wunsch nach einem bequemen Leben. 
  
Zusatz: Das erste Land, das diese Familienfeindlichkeit zum politischen Programm erhob, war die Sowjetunion unter Lenin: Die Befreiung der Frau aus der Familie (damit sie uneingeschränkt der Wirtschaft zur freien Verfügung stünde), aber dies Programm zeitigte so negative Folgen, daß Lenins Nachfolger Stalin einen radicalen Kurswechsel vollzog, indem er eine so conservative Familienpolitik praktizierte, daß jetzt noch jedem Linken das Grauen kommt, wird er daran erinnert.  
"Wenn wir vom Festigen der sowjetischen Familie sprechen, meinen wir im besonderen den Kampf gegen eine bürgerliche Einstellung zur Heirat, der Frau und zu den Kindern. Die sogenannte freie Liebe und ein unordentliches Sexualleben sind durch und durch bourgeois, haben nichts gemeinsam weder mit den sozialistschen Prinzipien noch der Ethik und dem normalen Verhalten eines Sowjetbürgers. Die sozialistische Theorie unterstreicht das und wird auch weit und breit durch das Leben selbst bestätigt.
Die herausragendsten Menschen unseres Landes und der beste Teil der Sowjetjugend erweisen sich wahrlich als hervorragende Familienväter, die ihre Kinder von Herzen lieben. Und umgekehrt: Der Mensch, der die Ehe nicht ernst nimmtund seine Kinder der Laune des Schicksals überläßt, erweist sich gewöhnlich auch als ein unzuverlässiger Arbeiter und ein schlechtes Mitglied der Gesellschaft."
Zur Mutterrolle hieß es: "Eine Frau ohne Kinder verdient unser Mitleid, denn sie kennt die volle Freude des Lebens nicht. Unsere sowjetischen Frauen, vollblütige Bürgerinnen des freiesten Landes der Welt, ist die Seligkeit der Mutterschaft geschenkt worden. Wir müssen unsere Familie schützen und gesunde sowjetische Helden ernähren und großziehen." 
(zitiert nach: www.mxks.de/files/SU/1989kbUdssrIFr.html)
So ließ Stalin 1936 in der Prawda schreiben. Heutige Linke wollen davon nichts mehr wissen. Stattdessen propagieren sie die Abschaffung der Ordnung der Familie. Aber noch intensiver wird von der Wirtschaft das Ende der Familie gefordert, damit Frauen aber auch die Männer unbelastet durch ein Familienleben ganz zur Verfügung der Wirtschaft stehen! Die notwendigen Arbeitskräfte kann man dann ja aus Allerwelt importieren- das Ideal eines globalisierten Arbeitskraftmarktes.     

Samstag, 30. September 2017

Über die Zerstörung der Autorität der Bibel

"Hamburg (kath.net) Die Bibel habe für die EKD keine normative Bedeutung mehr. Das zeige sich an der Debatte um die Segnung und Trauung homosexueller Partner. Dies meint der bekannte evangelische Buchautor, Pfarrer Ulrich Parzany , gegenüber der ZEIT, wie "idea" berichtet. " (Kath net vom 29.9.2017).
Dem kann man nicht widersprechen, aber es ist anzufragen, ab wann denn für den Lutheraner die hl. Schrift ihre normative Bedeutung verlor, etwa erst, seit dem die EKD ihr Jawort zur Homosexehe sagte. Sagte denn nicht schon Luther selbst Nein zur Autorität der hl. Schrift, als er den Kanon der Bibel verwarf, um einen neuen zu kreieren? Dabei wird es kein Zufall gewesen sein, daß er mit seiner Reprobation der Makkabäerbücher auch den Schriftbeleg für das Meßopfer zugunsten von Verstorbenen verwarf:2.Makk 12,32-45
Es sei an Luthers Polemik gegen den Jakobusbrief erinnert, den er nicht akzeptieren konnte, weil die Theologie des Jakobusbriefes nicht mit Luthers neuen Rechtfertigungslehre kompatibel war. Luther überprüfte daraufhin nicht etwa seine neue Lehre, was ja nahegelegen wäre, da er ja eine schriftgemäße Rechtfertigugslehre konzipieren wollte- mitnichten: Er kritisierte den Jakobusbrief, weil der seiner Theologie widersprach. Was bleibt da noch von der normativen Kraft der Bibel übrig? Luther selbst destruierte sie, weil er sich über die hl. Schrift erhob! 
Daß dann die im Protestantismus beheimatete historische Kritik die Autorität der hl. Schrift endgültig desavouierte, braucht nicht mehr eigens erwähnt zu werden.  Aber Luther setzte den Anfang und nicht erst die historische Kritik der Bibel!  

Zusatz: Mit der Aufnahme der historisch-kritischen Methode in die Katholische Theologie begann dann auch in der Kirche die Auflösung der Autorität der hl. Schrift.  Zur Veranschaulichung: In einem Gesprächskreis über den christlichen Glauben in einer katholischen Gemeinde erklärte ein Diplomtheologe: Die Aussage Mk 16,16: Wer glaubt und sich taufen läßt, wird gerettet, wer aber nicht glaubt, wird verdammt werden.", habe für uns keinerlei Bedeutung mehr, weil die historische Kritik bewiesen habe, daß Mk 16 nicht ursprünglich zu diesem Evangelium gehört habe und eine sekundäre Erweiterung sei!       

Freitag, 29. September 2017

Realität, Medienwirklichkeit und Verschwörungstheorien

Wirklichkeit ist ein soziales Konstrukt, ist wohl eine der Hauptthesen der philosophischen Richtung des Konstruktivismus.Was wir naiv für die Wirklichkeit halten, das ist eben eine künstlich geschaffene Wirklichkeit. Betrachtet man so die Bedeutung der Medien, erscheint die auf den ersten Blick etwas abstrus erscheinende These des Konstruktivismus nicht mehr so unglaubwürdig.
Die in den Medien uns präsentierte Wirklichkeit ist das, was wir für das Wirkliche erachten. Die Medien bilden nicht eine Realität ab, sondern sie konstruieren eine, hinter der das, was naiv mit: "Das ist so wirklich!" verschwindet. Nun gibt es zwar noch die subjektiv erlebte Wirklichkeit im realen Leben, aber diese wird eben gedeutet durch die durch die Medien vermittelten Deutungschematas. Kantianisch ausgedrückt könnte gesagt werden, daß die Wirklichkeit uns zum unerkennbaren Ding an sich wird, weil wir nur noch in der Erscheinungswelt leben- aber die ist nicht mehr einfach das Produkt meines Wahrnehmens und denkerischen Bearbeitens des Wahrgenommenen, sondern das Produkt der Medien.  
Daraus ergibt sich eine irritierende These von der Bedeutung von Verschwörungstheorien in der Postmoderne: Sie sind Theorien, die behaupten, die wahre Wirklichkeit hinter der konstruierten Wirklichkeit der Medien zu kennen. Um der Erhaltung des Wirklichkeitsmonopoles der Medienwirklichkeit willen müsen dann alle Verschwörugstheorien als unwahr dysqualifiziert werden.
Umberto Eco bot dagegen in seinem brillanten Roman: "Das Foucaultsche Pendel" einen mehr als anregenden Umgang mit Verschwörungstheorien, ob sie nicht erst durch sie selbst eine neue Wirklichkeit erschaffen. Oder sollte man kritischer urteilen, daß sie die verborgene gegen die Medienwirklickeit ans Tageslicht bringen?Aber sein Folgeroman: "Der Friedhof in Prag" verzichtete dann auf das postmodernistische Spiel der Ironie als Unwille zur Entscheidung, das ist wahr und das nicht!, zugunsten einer simplen Entlarvungsstrategie: Die Medienrealität ist die einzig wahre Wirklichkeit, sodaß alles andere unwahr ist. Dieser aufklärerisch  polemische Stil verhindert dann bei diesem Roman die Entfaltung der  literarischen Qualitäten dieses sonst so brillanten Autoren.
Verschwörungen gibt es doch nicht? Dann lese man bitte aufmerksam den Artikel über das Wirken der NGOs in Irland im Kampf für das Menschenrecht auf Abtreibung auf Kath info vom 28.9. 2017.
"Obwohl Irland ausländische Spenden verbietet, scheint es eine Tatsache, daß Amnesty International Irland gegen Bezahlung Kampagnen initiiert. Während der irische Amnesty-Ableger zuvor nicht in der Abtreibungsfrage auffällig geworden war, startete er eine Kampagne zur Streichung des Abtreibungsverbots aus der Verfassung, sobald die Atlantic Philantropies des US-Milliardärs Chuck Feeney mehr als fünf Millionen Dollar überwiesen hatte. Offiziell floß das Geld zur „Förderung der Menschenrechte“, worunter der Milliardär auch die Abtreibung versteht. Feeney hatte bereits mit 28 Millionen Dollar für die Einführung der „Homo-Ehe“ in Irland die Macht des Geldes spüren lassen."
Das ist natürlich für den normalen Mediennutzer nur finstere Verschwörungstheorien. Aber gilt denn nicht die Wahrheit, daß die Medien unser Bild der Wirklichkeit erst schaffen? Und dann bekommt diese Meldung erst ihr besonderes Gewicht: "2013 standen bereits alle irischen Massenmedien im Abtreibungslager." Ob da wohl auch Geld geflossen ist, um die Meinung der Journalisten auf den richtigen Kurs zu bringen?
Verschwörungstheorien beanspruchen so, hinter die Medienwelt die reale Wirklichkeit aufzuzeigen. Sie geraten deshalb ad hoc in Mißkredit, weil sie die dem postmodernen Menschen so gut vertraute Wirklichkeit in Frage stellen: Das ist doch so, wie es Schwarz auf Weiß gedruckt steht! Aber wenn das nur die sozial konstruierte Wirklichkeit ist? Carl Grosses Roman: "Der Genius"1791-1795 mit seiner gelungenen Entfaltung des Motives der Verschwörung könnte da dann doch lesenswerter sein als Ecos plumper Entlarvungsroman: " Der Friedhof in Prag".  Oder man wagt gar einen Blick in den Klassiker aller Verschwörungstheorien: Augustin Barruel: "Denkwürdigkeiten zur Geschichte des Jakobinismus" über das viel diskutierte Thema der Bedeutung der Freimaurerei für die Französische Revolution.
Konsequent postmodernistisch gedacht müßte geurteilt werden, daß es gar keine objektive erkennbare Wirklichkeit gäbe, die dann  richtig oder falsch wiedergegeben werden könnte. Dann wären aber auch alle Verschwörungstheorien wahr und unwahr zugleich, weil auch die von den Medien konstruierte Wirklichkeit keine wahre Wiedergabe des Wirklichkeit sei, sondern alles gleich wahr und unwahr sei. Das wäre dann der totale Triumph des Relativismus. Aber wenn es um Verschwörungstheorien geht, soll dieser postmoderne Relativismus nicht mehr gelten: Hier gilt dann plötzlich wieder ganz naiv: alle unwahr!